Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

rung den ungarischen Wunsch nach symbolischer Übergabe einiger Grenzstädte im Westen erfüllen werde, nicht aber im Osten. Das Schicksal der Karpatoukraine soll der Entscheidung der vier Großmächte vorbehalten bleiben. 480. 8. 10. 1938 Telefonisch übermitteltes Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten Rom in Rom an den Außenminister Ciano teilte dem Gesandten mit, die deutsche Regierung unter­stütze lediglich die Rückgabe der von Ungarn bewohnten Gebiete, nicht aber die ungarischen Ansprüche auf die Karpatoukraine, eine ungarisch —polnische Grenze sei ihnen nicht sympathisch. Italien dagegen werde die Frage der gemeinsamen Grenze unterstützen. Von der Rückgabe slowakischer Gebiete könne zur Zeit keine Rede sein. 481. 8. 10. 1938 Paris 482. 8. 10. 1938 London Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Paris an den Außen­minister Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der französischen Kammer erkundigte sich nach der Frage der Karpatoukraine und dem polnisch —ungarischen Korridor. Er äußerte weiter, Frankreich müsse der Tschechoslowakei gegenüber Rücksicht üben. Es sei schade, die ungarische Sache mit den unpopulären Polen zu ver­knüpfen. Mit Rumänien ließe sich die Angelegenheit möglicherweise durch Überlassung der von Rumänen bewohnten Gebiete der Kar­patoukraine regeln. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den Außen­minister Der Gesandte schlägt vor, den slowakischen Minister Tiso über den Vatikan beeinflussen zu lassen. Er empfiehlt dafür den Kardi­nal Pacelli. 483. 8. 10. 1938 Budapest 484. 8. 10. 1938 Budapest Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Der Gesandte wird angewiesen, an zuständiger deutscher Stelle die Notwendigkeit der ungarisch —polnischen Grenze zu beweisen und dabei zu betonen, daß sie sich in erster Linie gegen die Sowjetunion richten würde. Der Außenminister informiert den Gesandten über die Argumente, die die Rumänen gegen eine gemeinsame ungarisch — polnische Grenze vorgebracht haben. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Die ungarischen Aufständischen, die auf die polnische Grenze zu flüchten, werden als Erkennungszeichen ein Heiligenbild vorwei­sen. Der Außenminister bittet, die polnische Regierung sollte pol­nische Freiwillige zur Unterstützung der Ungarn über die Gren­ze lassen. Vorteilhaft wäre es, wenn sich unter diesen Freiwilligen auch Slowaken befinden würden. 485. 8. 10. 1938 Telefonisch übermittelter Bericht des ungarischen Gesandten in Prag Prag an den Außenminister Krno teilte im Auftrage des tschechoslowakischen Außenministers vertraulich mit, daß alle vier Forderungen der ungarischen Regie­rung von der tschechoslowakischen Regierung angenommen wür­den, das könne aber vor Beginn der Verhandlungen nicht publi­ziert werden. Sie seien bestrebt, eine vollkommene Übereinkunft zu erreichen; die Mitglieder ihrer Delegation seien alle Slowaken, mit ihnen könne möglicherweise ein Einverständnis leichter her­gestellt werden. 1006

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