Zounuk - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 8. (Szolnok, 1993)

ADATTÁR - Kiss Z. Géza: Adatok és szempontok a Jász-Nagykun-Szolnok megyei népcsoportok bácskai beköltözéséhez / 275. o.

anstaltet, und auch würklich volzogen werden möge; eine Haubtsach wird hievon seyn, wann mann ihnen die Anleitung geben wird, wie sie ihre Häuser bey Errichtung ihrer Rauchfä'nge einigermassen gegen die Feüersgefahr versicheren und sowohl zu Abwen­dung des Feuerschadens, als auch um sich einige Holtzbeyhüllf zu verschaffen, sowohl auf der Gassen vor denen Häusern, als auch in den Hof und Garten durch Steckung und Conservirung deren so nutzlichen Felberbäumen sich Nutzen und Sicherheit ver­schaffen können; wann mann sie anhalten wird, ihr Vieh in denen Stallungen über Nacht einzuschlüesseri, und bey mindestwahrnehmender Viehseuche solches der Grund herrschaft anzuzeigen, damit mann Rath und Mittl hierwieder verschaffen könne; ausser denen übrigen Feldfrüchten nach Orth des Grundes sichfleissig auf den Anbau des Flachses und Hanf verlegen, und von beeden in denen Orthschaften eine gute und embsige Spinerey einzurichten; und wann mann den sein Werk verstehenden Hand­werksmann dahin bringen wird, dasz er bey sich zeigend guten Verdienst lieber bey sei­nen Handwerk verbleibe, als mit Vernachlässigung dessen dem Bauerstand nachgeben solle; zu welchem Ende: 19. auch gar kein Anstand ist, dasz einem solchem Handwerksmann nach Arth seiner Aufführung und des bezeigenden Fleisses zu Beyschaffung seines Handwerk­zeügs und deren hierzu gehörigen Erfordernussen ein proportionirt massiger Vor­schusz gelaistet werden könne. Woferne aber: 20. auf einen noch unbewohnten und zur Impopulation schon gewidmeten Praedio neues Volck angesiedlet werden solle, so ist gleich bey Zeiten, und ehe noch das neue Volck ankommt auf den mit Genehmhaltung des Herrn Administratoris hier­zu bestimenden Platz, nicht nur ein aus 3 Zimmern, einer Küchel, und Kammer, Kel­ler und geraumen Stallung bestehendes Wirthshausz von gestampfter Arbeith zu er­richten, und ein Wirth dahin zu setzen, sondern auch ausser deme seynd in die bevor ausgezeichnete Gassen und Hofstellen auf Unkosten des allerhöchsten Aerarii 3 oder 4 grosse Haüser zu dem Ende errichten zu lassen, damit die neue Leüthe, wann sie all­dahin kommen, in Zimmern und Stallungen wenigstens auf kurtze Zeit unter Dach kommen können, wie dann auch zu derenselben besserer Gemächlichkeit in jeden solchen neuen Orth ein gemeinschaftlicher Backofen auf Unkosten des Aerarii zu er­richten seyn wird; was aber auch ausserdeme sodann weithers wegen der Kirche und Seelsorg, wegen des Schulmeisters, und haubtsächlichen auch wegen deme, dasz auch auf ein jedes solchergestalten neu impopulierendes Orth 6 oder 8 alte Hauszwirth aus anderen alten Ortschaften unter Bedingung neuer Freyheiten herbeygeschaffet werden mögen; über all dieses hat sich der Herr Impopulationsprovisor an den oft besagten Herrn Hofcammerrath und Administratorem von Rottenhausen zu wenden, und dessen dieszfalügen Veranlassungen genauest nachzukommen, als von deme dann auch er Herr Provisor den etwann benöthigtenlmpopulationsverlaag, so oft es erforderlich ist, anzu­suchen haben wird; wann nun solchergestalten in allen deme, so zur Bevölkerung und Unterkommen deren neuen Leüthen erforderlich seyn mag, die Vorsehung gemacht seyn wird, so wird 21. der Herr Provisor ebenmässig dahin zu sorgen haben, damit all dasjenige, so mann derley neuen Leüthen vorstrecket, auch wiederum, und zwar während deren von Seithen der Grundherrschaft zu gemüssen habenden 3 frey Jahren successive herein­285

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