Inventare Teil 9. Inventar des Verkehrsarchivs in Wien (1959)

Die Bestände des Verkehrsarchivs: - A. Selekte und Gesamtregistraturen von Hofstellen und Ministerien

39 ment; Sekt. IIb) Kommerzieller Dienst (Rumler) mit den Dep. 9) allge­meine finanzielle Angelegenheiten, 9 a) Budget, 9 b) Einnahmendienst, 12) Eisenbahnstatistik, angesehlossen die Haupt wirtschaftsstelle, die Haupt­kassa und 2 Ministerialrechnungsdepartements, dazu noch eine eigene Re­visionsgruppe mit den Dep. 6a) außertarifarische Fahrbegünstigungen, Bi­bliothek, Archiv und Museum, 10) verschiedene Verwaltungsangelegenheiten sowie ein Büro für die Disziplinarangelegenheiten; Sekt. III) Kommerzielles (Solvis) mit den Dep. 14) allgemeine Angelegenheiten des Tarifwesens, 14a) Personen- und Gepäcktarife sowie Fremdenverkehr, 15) Lokalgüter­tarif der Staatsbahnen, 16) allgemeine Transportangelegenheiten und 16a) spe­zielle Transportangelegenheiten; Sekt. IV), bautechnische Agenden (Fischer) mit den Dep. 18) Hochbau, 18a) Oberbau, 19) Bahnerhaltung und Bauauf­sicht, 19a) Ergänzungsbauten, 22a) Signalwesen sowie 18b) Unterbau- und Brückenkonstruktionen; Sekt. Va) Verkehrsangelegenheiten (Enderes) mit den Dep. 20) Wagendienst und Personenzugsfahrplan, 20a) allgemeine An­gelegenheiten des Verkehrsdienstes, 20 b) Angelegenheiten des Betriebsdienstes von Lokalbahnen und 24) militärische Eisenbahnangelegenheiten; Sekt. Vb) maschinentechnische Verwaltungsangelegenheiten, (Burger) mit den Dep. 21) Zugsförderungsdienst, 21a) Werkstättendienst, 22) elektrischer Starkstrom­dienst, 23) Fahrbetriebsmittelkonstruktionen und 23 a) maschinelle Anlagen. Aus den Reihen der leitenden Sektionschefs des Ressorts stammen auch die meisten Eisenbahnminister. Nach Guttenberg folgte der bereits mehr­mals genannte Sektionschef Dr. Heinrich Ritter von Wittek (30. XI. 1897— 1. V. 1905), nach seinem Rücktritt stand als „Leiter“ dem Ressort Sektions­chef Ludwig Wrba vor (bis 2. VI. 1906). Der Politiker Dr. Julius Derschatta Edler v. Standhalt fungierte als Eisenbahnminister in der Zeit vom 2. VI. 1906 bis 15. XI. 1908, anschließend war wieder ein Sektionschef, Dr. Zdenko Ritter v. Forster, der Leiter. Der nachfolgende nunmehrige Eisenbahnminister Ludwig Wrba (vom 10. II. 1909 bis 9. I. 1911) wurde durch den Politiker Dr. Stanislaus Glabinski (9. I. 1911 bis 24. VT. 1911) abgelöst, dem wieder der Sektionschef Dr. Viktor Ritter von Röll als bloßer Leiter folgte (24. VI. bis 3. XI. 1911). Die Tätigkeit des nunmehrigen Freiherrn von Forster als Eisenbahnminister (3. XI. 1911 bis 23. VI. 1917) wurde nur durch eine kurze Episode des Generalmajors Ernst Schaible als Minister in der Zeit vom 31. X. bis 20. XII. 1916 unterbrochen. Der letzte Eisenbahnminister in der Monarchie war Dr. Karl Freiherr von Banhans (23. VI. 1917 bis 11. XI. 1918), der als einziger aus dieser Reihe auch noch in der Ersten Republik eine führende Rolle bei der Verwaltungskommission der ÖBB spielte. Drei Fragen bestimmten in erster Linie die österreichische Eisenbahn­politik in dem Zeitraum von 1896 bis 1918, nämlich der Bau der letzten großen Alpenbahnen, der Abschluß der Verstaatlichungsaktion und eine nur theo­retisch erörterte, neuerliche Reform der Staatseisenbahn Verwaltung, deren Wirkungen sich erst 1923 beim Statut der ÖBB zeigten. Zunächst erfüllten sich nicht die Hoffnungen der Öffentlichkeit auf einen besonderen Aufschwung

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