Inventare Teil 8. Inventar des Kriegsarchivs in Wien (1953)

II. Band - 15. Verwandte Bestände in anderen Öffentlichen Archiven Österreichs und des Auslandes

126 für die Aufhellung in manchen Fällen unentbehrlich sind. Die genannten Quel­len haben für die älteren Geschichtsepochen bevorzugten Wert, da das KA. selbst ein Neuzeitarchiv ist und über die Anfänge des 16. Jhdt. im allgemeinen nicht zurückreicht. 5. Sonstige Archive Österreichs und des Auslandes. Der AB. 7—Dir.—7 enthält eine Übersicht über Militaria in verschiedenen weiteren österreichischen und in ausländischen Archiven. Ferner enthält die unter FZM. v. W e t z e r vom KA. gearbeitete „Übersichtskarte der in der österreichisch-ungarischen Monarchie bestehenden wichtigeren Archive“ (KA.—Kartensammlung, B—IX—c—153) eine Aufzählung von Archiven „mit Materiale über I. Dreißigjähriger Krieg, II. Türkenkriege unter Prinz Eugen von Savoyen, III. Kriege unter der Regierung Maria Theresias, IV. Kriege der Neuzeit, V. Bauern- und Kevolutionskriege des 17. Jahrhun­derts, VI. Reformationskriege, VII. Hussitenkriege“. Siehe auch AB. 123— 2—23. In den Militär-Archiven der Nachfolgestaaten, d. h. in Italien, Jugosla­wien, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei und Ungarn befinden sich von Ar­chivalien, die auf die österr.-ung. Wehrmacht Bezug haben, sowohl solche, die auf Grund der Archiv-Abkommen nach 1918 von Österreich ausgeliefert wur­den, als auch solche, die sich bei Auflösung der österr.-ung. Monarchie in den verschiedenen Frontbereichen befanden und nicht mehr an das KA. in Wien abgeliefert wurden. Letztere Archivaliengruppe betrifft zumeist das Jahr 1918, hier wieder hauptsächlich die letzten Kriegsmonate, die im KA. eher lückenhaft sind. 6. Sonstige Hinweise. a) Karten und Pläne. Außer dem Kriegsarchiv besitzt die Nationalbibliothek eine bedeutende Karten-Sammlung, die vor allem mit ihren so kostbaren älteren aus habs- burgischem Hof-Besitz stammenden Beständen die Kriegsarchiv-Sammlungen ergänzt. Kleinere Karten- und Plansammlungen mit älteren Werken finden sich in den Landes-Archiven, ferner in Klöstern und in Stadtarchiven. b) Bilder. Ergänzungen zur Bilder-Sammlung des Kriegsarchivs befinden sich vor allem in der Kartensammlung der Nationalbibliothek (geographisch-topogra­phische Bildersammlung) wie auch in der Militär-Porträtsammlung und in der Kriegsbilder-Sammlung derselben Bibliothek. B. Darstellung der historischen Grundlagen der Militärmatriken-Führung in der österreichisch-ungarischen Armee1). Die Führung der Militärmatriken geht auf die Einführung der Militär­seelsorge zurück, von der sich schon Spuren im 16. Jahrhundert nachweisen !) Dieser Abschnitt ist Ministerialrat d. R. Karl Kinzl zu verdanken, der bis Ende 1949 das Referat 9 M des BM. f. Inneres (ehemaliges Militär-Matrikenamt) leitete. Die Sammlung aller Militärmatriken erfolgte bis 1918 beim „Apostolischen Feldvikariat“ in Wien, dessen Registratur einen Archivkörper im Kriegsarchiv bildet. Nach 1918 wurde zur Verwaltung der Militärmatriken das Militär-Matriken­amt bestellt, das derzeit als Referat 9 M dem Bundesministerium für Inneres zugehört.

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