Inventare Teil 7. Inventar des Wiener Hofkammerarchivs (1951)

Die Bestände des Wiener Hofkammerarchivs - 66. Sanitätsakten (1730-1762) - 67. Kredit- und Staatsschuldenakten (1757-1820)

67. Kredit- und Staatsschuldenakten 161 aufgreifen 1). Es galt bei der neuen Finanzoperation vor allem eine Verbreite­rung der Kreditbasis zu erreichen, die Stände aller deutschen Erbländer für eine Gesamtbürgschaft zu gewinnen („nationalcredit“) und in einträchtigem Zusammenwirken mit ihnen den finanziellen Erfolg sicherzustellen. Graf Zinzendorf — nach einigen Monaten trat an seine Stelle Friedrich Graf Hatzfeld zu Gleichen — hatte die Leitung jener „ständischen creditdeputation“ zu übernehmen, in deren Hände die Durchführung des Planes gelegt wurde (Handschreiben vom 15. April 1761). Die Deputation blieb bestehen, bis die ihr gesetzte Aufgabe, „einen neuen credit von 6 millionen“, aus denen späterhin 18 Millionen wurden, zu garantieren und die Rückeinlösung der dafür aus­gegebenen Obligationen zu überwachen, voll erfüllt war. Ein Reskript der Hofkanzlei vom 3. Juni 1768 stellte die Beendigung der Tätigkeit der Deputation fest; doch zog sich ihre Liquidierung noch bis in das Jahr 1769 hinein. 34 Faszikel, 5 Bücher. Fasz. 1 Zinzendorfs Vorschlag zur neuen Finanzoperation (1761) 2 Ständische Kreditdeputation: Aufstellung, Instruktion, Geschäfte und Korrespon­denzart (1761—1768) 3 Ständische Kreditdeputation: Besoldungen und Dienstersetzungen, dann Deputierte (1761—1768) 4 Ständische Erklärungen und Vollmachten für ihre Deputierten, dann Rezesse (1761—1762) 5 Ständische Darlehens- und Zahlungsobligationen, Kurs und Annahme bei allen Kassen (1761—1765) 6 Börseerrichtung (1761—1765) 7 Ständische Darlehens- und Zahlungs-Obligationen, Fabrikationsunkosten, dann Instruktion und Liefergelder für die Kommissäre (1761—1767) 8 Ständische Kreditdeputation: Amtsauslagen, Wohnungszinse und Häuserbestand­kontrakte (1761—1768) 9 Ständische Kredit-Zahlungs- und Darlehensobligationen, Einlösung und Um­wechslung mit Ständischen und Kameral-Obligationen und Bankozetteln, dann Umsetzungskasse bei der Armee (1761—1768) 10 Ständische Kredit-Deputations-Haupt- und Einlösungskasse, Interessen­berechnung, dann Instruktionen der Kassenbeamten (1761—1764) 11 Ständische Darlehens- und Zahlungs-Obligationen-Anweisung für das Directorium und die Militärökonomiehofkommission (1761—1763) 12 Ständische Darlehens- und Zahlungsobligationen-Anweisung für die Hofkammer, Bankodeputation und sämtliche Länderkassen (1761—1764) 13 Kontribution, Erbsteuer, Sterb- und andere Taxen: Berichtigung mit ständischen Kreditpapieren 14 Kameral-, Militär- und landschaftlicher Kassenbeamten Instruktionen (1761) 15 Ständische Kreditpapiere, Kurs in Ungarn und Siebenbürgen (1761—1762) 16 Ständische Kreditdeputation-Kassastand (1761—1769) 17 Börseerrichtung in Böhmen, Mähren und Schlesien (1761—1762) 18 Ständische Darlehens- und Zahlungsobligationen ä 5%, Anweisung für das Uni- versal-Kameral- und Kriegszahlamt (1763—1764) 19 Ständische Zahlungsobligationen, Ausstellung auf 4% (1763—1766) 20 Bürgerhilfe (1765) 21 Ständische Darlehens-Verwandlung und Zahlungsobligationen per 3,000.000 (1762) 22 Ständische Zahlungsobligationen, Ausstellung zu 5% (1761—1766) 23 Ständische 5- und 6%ige, die Bankofreiheit genießende Obligationen, Umsetzung in 4 und 5%ige Kupons (1764—1767) 24, 25 Ständische Darlehens- und Zahlungsobligationen zu 4, 5 und 6% Aufkündigung, dann Interessen- und Kapitalien-Rückzahlungsfonds (1761—1769) 26 Ständische 5- und 6%ige Zahlungsobligationen, Verbrennung (1763—1769) q Vgl. Ö. Z. V. II/3, S. 164 ff., und A. Beer, Die Staatsschulden und die Ordnung des Staatshaushaltes unter Maria Theresia. (A. Ö. G., 82. Bd., S. 1 ff., 1895).

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