Inventare Teil 7. Inventar des Wiener Hofkammerarchivs (1951)
Die Bestände des Wiener Hofkammerarchivs - 40. Kontributionsakten (1765-1771) - 41. Börsehofkommission (1811-1815)
142 40. Kontributionsakten — 41. Börsehofkommissionsakten bis in welche Zeit die Akten über die durch den Krieg in der Lombardei notwendigen Pensionierungen zurückreichten, aus der Registratur der italienischen Hofkanzlei nötig. Diese Vorakten wurden in eigenen Registern verzeichnet und indiziert. An diese Register schließen sich dann, ebenso wie an die Akten der Hofkanzlei die der Hofkammer, die laufenden Register jener Hofkammerabteilung an, in der diese Agenden mit den von der Hofkanzlei herübergekommenen Beamten geführt wurden. Nach dem Verlust ihres Verwaltungsgebietes im Frieden von Preßburg (1805) schmolzen die Agenden der italienischen Hofkammerabteilung gewaltig zusammen; doch dauerte die Liquidierung der hier laufenden Pensionsangelegenheiten bis ins Jahr 1813. 60 Faszikel, 10 Bücher. 40. Kontributionsakten (1765—1771) Mit kaiserlichem Handbillett vom 14. Mai 1765 wurde die bisher der Hofkanzlei vorbehaltene Repartition und Einhebung der direkten Wehrsteuer — des Contributionales — der Hofkammer zugeteilt 1). Dieses neue Agendum wurde hier in einer besonderen Abteilung mit eigener Registratur von den von der Hofkanzlei übernommenen Beamten geführt, der Aktenniederschlag des neuen Departements sind die vorliegenden „Kontributionsakten“. Die Rückgliederung des Kontributionswesens an die Hofkanzlei erfolgte mit kaiserlichem Handbillett vom 17. Dezember 1771. 13 Faszikel, 2 Bücher. 41. Börsehofkommissionsakten (1811—1815) Ein Schreiben des Hofkammerpräsidenten Grafen Wallis vom 12. Juh 1811 an den Hofkammervizepräsidenten von Barbier ordnete über eine a. h. Entschließung die Aufstellung einer eigenen Kommission für die Angelegenheiten der Börse an 2). Die Kompetenz der Kommission, die unter der Hofkammer stand, erstreckte sich, wie aus ihren Akten hervorgeht, auf die Kontrolle aller Funktionen der Börse, Beobachtung der Kursbewegung, Beratung der Mittel zur Hebung der Kurse staatlicher Papiere, Verleihung von Börsekarten, Überprüfung der Einnahmen und Ausgaben der Börse usw. Mit Ausgang des Jahres 1815 fand die Sonderbehandlung der Börseangelegenheiten ihr Ende 3). Die Akten liegen, jahrweise abgeteilt, numerisch geordnet; jedem Jahrgang ist Index und Protokoll beigeschlossen. 2 Faszikel. !) Ö. Z. V. II/3, S. 257. 2) B. H. K. Nr. 2/1811; das konstitutive Stück (Nr. 1) selbst fehlt. 3) Auch für die Aufhebung der Kommission konnte das entscheidende Aktenstück nicht gefunden werden.