Inventare Teil 5. Band 7. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)

Belgien, von Oskar Schmid

82 Belgien. und 3. Bruchteile der Registraturen der Wiener Zentralbehörden und der Brüsseler Behörden für die österreichischen Niederlande 1713—1794 (Re­pertorium DD, AB. 196, unten Kapitel IV). II. Niederländische Urkunden. Was die erste Gruppe, die Niederländischen Urkunden (vgl. Bd. Ill S. 8—10), betrifft, so mag an dieser Stelle der Hinweis genügen, daß sich die einzelnen Rechtstitel bei den verschiedenen Behörden sammelten, unter Obhut der Gardes des chartes in archivalische Verwahrung genom­men wurden1 und Archive bildeten, die spät oder nie an die Zentralstelle nach Brüssel gelangten. Entsprechend der lange Zeit sehr selbständigen Stellung der einzelnen Provinzen war das ganze Land von einem dichten Netz provinzialer Behörden überzogen, von Rechenkammern, Gerichts- und Lehenshöfen und sonstigen der Verwaltung dienenden Stellen, die in Brüs­sel, Gent, Lille, Namur, Brügge, Mecheln, Luxemburg und anderwärts ihren Sitz hatten. Auf der Grundlage unserer äußerst lückenhaften niederländischen Ur­kundenbestände ein Bild von dem Archivwesen der einzelnen niederländi­schen Provinzen und von den wechselvollen Schicksalen der Archive zu geben, ist natürlich so gut wie ausgeschlossen. Unsere Aufgabe besteht also darin, an die sehr wenigen uns erhalten gebliebenen älteren Reper­torien anzuschließen und für die geringe Menge der Archivalien, die nicht an der burgundischen Zentralstelle erwachsen ist, eine knappe Schilderung ihrer Herkunft und, wenn möglich, ihrer Schicksale zu bieten. Ältere Repertorien liegen nur in sehr beschränkter Anzahl vor, ein Urkundeninventar in der Abteilung Repertorium PC, Fasz. 75 (unten III i) und die AB. 190 und 404. Zu nennen wären an dieser Stelle noch, obgleich sie keine alten Behelfe darstellen, drei Bände „Diplomata Belgica“, die in der Reihe der Indices, Protokolle, Verzeichnisse, Inventare des Reperto­riums DD Abt. B (AB. 196/1) Aufnahme gefunden haben (unten IV d). Sie alle sind so kompliziert zu handhaben, daß eine Revision und Einordnung der geringen in Wien vorhandenen Bestände mit ihrer Hilfe nahezu aus­S. 250—258. — II. Die politischen Testamente Karls V., ebenda, S. 258—293. — IV. Die Überlieferung der Akten Karls V. im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien, erster Bericht, ebenda, 1931, S. 241—247 (enthält S. 248—253 ein Stüekverzeichnis der Registratur der Statthalterin Margarete, S. 253—274 ein Stückverzeichnis der Registratur der Statthalterin Maria und S. 274—277 ein Verzeichnis der wichtigsten Korrespondenten, dieses letztere von Fritz Walser). — V. desgl., zweiter Bericht, ebenda, 1932, S. 18—51 (enthält S. 19—51 ein Stückverzeichnis der burgundischen Kabinettskanzlei des Kaisers bis 1535). — VII. desgl., dritter Bericht, ebenda, 1932, S. 229—259 (Stückverzeichnis der burgundischen Kabinettskanzlei des Kaisers 1536—1556). — IX. Eigenhändige Aufzeichnungen Karls V. aus dem Anfang des Jahres 1525, ebenda, 1933, S. 219—260. — XI. vierter Bericht, ebenda, 1933, S. 513—578 (enthält S. 516—561 ein Stückverzeichnis der deutschen Reichskanzlei Karls V., S. 562—578 ein Stückverzeichnis der österreichischen Kanzlei, der Kanzleien des Regiments und Ferdinands). — Da die Manuskripte des ersten und zweiten Bandes des Gesamtinventars schon 1930 abgeschlossen waren (vgl. Bd. I S. 156*), so konnten die Verzeichnisse des letztgenannten Berichtes nicht mehr voll berücksichtigt werden. Sie wurden aber in das Register (V. Band) eingearbeitet. Die Berichte und Studien werden künftighin zitiert: Brandi I, II, IV, V, VII, IX, XI. 1 Siehe unten III b.

Next

/
Oldalképek
Tartalom