Inventare Teil 5. Band 7. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)

Belgien, von Oskar Schmid

122 Belgien. worden waren, belassen, wodurch sich die Zahl der einzuteilenden Akten der belgischen Abteilung wesentlich vermehrte.1 Ein wechselseitiger Ordensaustausch war dann am Ende sehr geeignet, um eventuell vorhan­dene Verstimmungen über dieses nachteilige Geschäft zu zerstreuen und die Sache zur allgemeinen Zufriedenheit zum Abschluß zu bringen. Von 1857—1875 wurden nicht weniger als 1306 Aktenfaszikel und 4732 Urkunden nebst einer großen Schachtel Siegel in 31 Kisten und gro­ßen Paketen an Belgien ausgeliefert. Im großen und ganzen blieben von den alten Beständen die Registraturen Karls V. und der beiden ersten Statthalterinnen Margarete und Maria in Wien. Abgesehen von einer erheb­lichen Menge jüngerer Akten und vor allem von solchen, die aus der Tätig­keit der belgischen Verwaltungsbehörden erwachsen waren und deren Zuge­hörigkeit offenkundig war, gelangte jedoch auch eine stattliche Anzahl älterer Akten nach Brüssel. In der Folge geben wir eine allgemeine Über­sicht der Auslieferungen an Belgien in zeitlicher Folge, getrennt nach großen und kleinen Auslieferungen. Große Auslieferungen: 1. 1856, Z. 193/1856.2 90 Faszikel Akten in zwei Kisten. Sie entstammten dem Repertorium P B (AB. 195, unten III h). —- 2. 1857, Z. 18/1857. 1524 Stück Urkunden in einer Kiste, entnommen aus Repertorium XXII olim XXV (AB. 404, oben S. 84) und Repertorium XIX olim XXI (AB. 192/1,2, oben S. 86). — 3. 1862, Z. 195/1862. 142 Faszikel Akten und 531 Stück Urkunden in drei Kisten. Die Urkunden stammten aus Repertorium XIX olim XXI (AB. 192/1,2, oben S. 86), die Akten hauptsächlich aus Repertorium P C (unten III i), einige aus Repertorium PA (AB. 195, unten III g). — 4. 1863, Z. 191/1863. 116 Faszikel Akten und 351 Stück Urkunden in zwei Kisten. Die Urkunden wurden in der Hauptsache dem Repertorium XXII olim XXV (AB. 404), etwa 20 Stück dem Repertorium XXII (AB. 190), die Akten dem Reperto­rium PA und PC (AB. 195, unten IIIg, i) entnommen. — 5. 1864, Z. 136/1864. 101 Faszikel Akten und 1506 Stück Urkunden in vier Kisten. Die Urkunden stammten aus Repertorium XIX olim XXI (AB. 192/1,2), die Akten aus Repertorium P A, P B und P C (AB. 195, unten III g—i). — 6. 1865, Z. 85/1865. 600 Stück Urkunden aus Repertorium XXII (AB. 190; vgl. auch AB. 515). — 7. 1866, Z. 49/1866. 170 Faszikel Akten und 222 Stück Urkunden in drei Kisten. Die Akten wurden dem Repertorium PA—C (AB. 195, unten IIIg—i) und dem Repertorium DD (AB. 196/1, unten IV)3 entnommen, die Urkunden den Repertorien I (AB. 375), XXI olim XXIV (AB. 191), XX A olim XXIIIA (AB. 402), einzelne Urkunden den Tournayer Akten (AB. 196/1, unten IVC/c/10). Über die anläßlich der 7. Auslieferung abgegebenen Urkunden existiert ein Zettelkatalog (AB. 515 Nr. 11). — 8. 1867, Z. 111/1867. 187 Faszikel in drei Kisten aus Reperto­rium DD (AB. 196/1, unten IV.), Repertorium PA und PB (AB. 195, unten III g, h) und Repertorium XXI olim XXIV (AB. 191). — Bei dieser Gelegen­1 Vgl. unten III k. 2 Bezeichnet den Auslieferungsakt der Reg. des StA. 3 AB. 196/1 stand natürlich zur Zeit der Auslieferungen an Belgien noch nicht zur Verfügung. Es ist fraglich, oh damals überhaupt ein Verzeichnis über das Rep. DD vor­lag. Vgl. unten IV.

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