Inventare Teil 5. Band 7. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)
Belgien, von Oskar Schmid
III. Rep. P: d) Archivalienauslieferungen Österreichs seit 1856. 123 heit gelangten auch fünf Bände Handschriften zur Auslieferung.1 — 9. 1869, Z. 12/1869. 115 Faszikel in vier Kisten. Die Akten wurden mit wenigen Ausnahmen dem Repertorium DD (AB. 196/1, Verzeichnis 3, unten IV) entnommen, und zwar in der Hauptsache Militaria, insbesondere Korrespondenz des im Juni 1790 von dem Congrés Souverain errichteten „Départe- ment général de la guerre“. — 10. 1871, Z. 129/1871. 197 Faszikel und 6 Stück Urkunden1 2 in vier Kisten. Die Akten stammten aus Repertorium DD (AB. 196/1, Verzeichnis 1 und 2, unten IV), aus Repertorium PB (AB. 195, unten III h) und aus der Handschriftenabteilung.3 — 11. 1873, Z. 154/1873. 46 Faszikel in einer Kiste. Die ersten 42 Faszikel enthielten Duplikate von Abschriften aus dem Repertorium P (siehe unten Ulf). — 12. 1875, Z. 153/1875. 48 Faszikel und ein Karton mit ungefähr 190 Stück losen Siegeln,4 die Akten waren in der Hauptsache dem Repertorium P C (AB. 195, unten III i) und dem Repertorium DD (AB. 196/1, unten IV), manches auch dem Repertorium XXI olim XXIV (AB. 191) entnommen. Kleine Auslieferungen: 1. 1859, Z. 8/1859. 135 Aktenstücke des Repertoriums PA (unten IIIg). — 2. 1859, Z. 107/1859. 137 Aktenstücke des Repertoriums PA.5 — 3. 1860, Z. 37/1860 (Z. 150/1860). 471 Aktenstücke aus dem Repertorium PC (unten IIIi). — 4. 1860, Z. 179/1860. 922 Aktenstücke aus dem Repertorium PC (unten IIIi, fast vollständig die Nummern 308—312), enthaltend die Korrespondenz des Don Juan d’Austria. — 5. 1860, Z. 258/1860. Drei Bündel mit 78 Aktenstücken aus dem Repertorium P C (unten III i, die Nummern 299 und 345), ferner ein Band „Anciennes coutumes“ von Brüssel in flämischer Sprache. — 6. 1861, Z. 150/1861. 14 Stück Gent betreffende Akten aus dem Repertorium P A (unten III g). — 7. 1862, Z. 9/1862. Drei Bündel mit 68 Aktenstücken aus Repertorium P A (unten III g) und P C (unten 3 i). — 8. 1863, Z. 157/1863 (Z. 219/1863). Sieben Bündel mit 478 Aktenstücken aus dem Repertorium PA (unten IIIg). — 9. 1864, Z. 248/1864. Eine Kiste mit 2329 Aktenstücken, zum größeren Teil aus dem Repertorium PA (unten 1 Nr. 63 des Auslieferungsverzeichnisses: „Aus dem Manuskriptenkatalog“ (AB. 446, Bd. Ill S. 199) Seite 392 Nr. 55 (2 Bände), Seite 393 Nr. 58 (1 Band), Nr. 56 (1 Band), Nr. 57 (1 Band). ■ ! Die Nummer 4 des Auslieferungsverzeichnisses umfaßt sechs nachträglich von Meiller „es relictis Firnhaberi“ stammende Pergamenturkunden, wahrscheinlich aus Rep. XXII olim XXV (AB. 404, oben S. 84). 3 Nr. 18 des Auslieferungsverzeichnisses „Aus dem Manuskriptenkatalog“ (AB. 446, Bd. Ill S. 199) Seite 396 Nr. 85 (alt 32). Ein anläßlich dieser Auslieferung aufgefundener Kleinfolioband in Pergamentumschlag mit der Aufschrift „Les principales gaigies d’Outre- meuze“ (verzeichnet im Rep. XXII olim XXV — AB. 404, fol. 182, Armoire Nona infra 22) wurde als Abschriften von Urkunden enthaltend betrachtet, die teilweise nicht zu Belgien gehörige Orte betreffen und am 17. Mai 1871 an die Manuskriptensammlung des StA. abgetreten. Er gelangte aber nicht dorthin, wurde vielmehr erst in jüngster Zeit unter den belgischen Archivalien aufgefunden und nunmehr als Handschrift Suppl. 1306 aufgestellt. 1 Vgl. Reg. des StA., Z. 135/1875, fol. 538. Nach Wochers Angaben stammten diese Siegel von vermoderten, von Mäusen zerfressenen, durch Nässe beschädigten, gänzlich un- lesbaren belgischen Urkunden und Urkundenbruchstücken, -welche vor deren Vernichtung zum größten Teil bereits von Firnhaber abgetrennt worden waren. 5 Korrespondenz der Madrider Regierung mit dem niederländischen Generalgouvernement 1576, 1577 (unten III g).