Historische Blätter 5. (1932)

Johann Zeno Goëss: Elf Briefe König Ferdinands I. an seinen Feldhauptmann Hans Katzianer

bevelh hast gethan, merers inhalts vernomen und geben dir fur das erst deiner entschuldigung und ursach halben, das du dich noch so bald nit hast mugen hinein zu deiner Verwaltung und nemlich von wegen der handlung, darin du gegen unserm rat Alexien Turzo 11 stest, verfuegen, genediglich zuerkennen, das wir dieselbig Sachen gern hetten umbgangen und verhuet und zum wenigisten auf ander zeit angestelt, aber wir haben es nit kennen noch mögen mit fuegen thun aus beweglichen Ursachen und derhalben sollest du dich derselben dest minder lassen bekumern, wollen uns auch versehen, du habst dieselb seytheer nu zu ort und austrag gericht und bracht, das du deshalb weyter nit verhindert werdest. Und ist darumb unser genedigs begern mit ernst bevelhend, das du dich mit dem ersten zu obberurten deien ambtsverwaltungen verfuegest, denselben der not- turft nach, wie unser genedigs vertrauen zu dir ist, mit vleis auswartest und in sonders auf die nägsten zwen und obberurt von dir angezogen bevelh wol bedacht seyest und guet fursehung thuest, wie uns von dir nit zweivelt, sondern, als gemelt ist, dir genediglich vertrauen. Daran thuest du auch unsere ernstliche mainung. Geben in unser stat Stutgarten am vierzehenden tag des monats Septembris anno etc. 31, unserer reych des Römischen im ersten und der andern im fünften. Ferdinand. Vidít Bemhardus Ad mandátum domini regis proprium: cardinalis Tridentinus. A. Adler. 10. 1531 November 11, Innsbruck. Getrewer lieber. Dein schreiben, darinnen du uns allerlai anzaigens thuest, wie die handlung zwischen dein und dem Thurzo 11 bisher er­gangen, was darinnen dein gelegenhait auf unserer kriegscomissarien furslag, dir des dreissigsten halben bescheen, gewest, daz du dich auch unangesehen derselben, auch andrer deiner unverrichten Sachen in Hun­gern hinein nach Crain zu versehung deiner ambtshandlungen verfuegest, mit underthenigem bitt, weil du an beeden orten nit könnest stattlich den Sachen vorsein, daz wir dich des ainen mit gnaden zu entheben, und dich umb den phandschilling in Hungern an anderen orten, da wir dich zu gebrauchen gedachten, gnediglich verweisen und versichern geruechten, haben wir alles merers inhalts vernomen, und geben dir darauf gnediglich zu erkennen, daz wir dir für daz erst mit gnaden wollten haben vergennt, daz du dein Sachen in Hungern der zeit hest statlicher und zu deinem 11 Alexius Thurzo von Bethlenfalva, Oberstlandrichter von Ungarn. 3 33

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