Historische Blaetter 1. (1921)
Arnold Winkler: Die Korrespondenz des Erzherzogs Johann mit der Staatskanzlei über die Schweizer Sonderbundsfrage
4. Hofrat Frh. v. Werner an Metternich1. Begleitschreiben zu vorstehendem Briefe. Eurer Durchlaucht Ueberreiche ich ehrerbiethigst die Antwort des Erzherzogs Johann in der Angelegenheit wegen Ueberlassung eines österreichischen Generals an Luzern. Ich habe die wesentlicheren, ad rem gehenden Stellen dieses Schreibens, — welches übrigens ausserdem manche intereßante Bemerkungen über Schweitzer und Tyroler Zustände enthält — roth angestrichen. Als Resultat ergiebt sich: lens £)aß der Erzherzog die Gewährung des Luzerner Wunsches als eine schwierige, vielleicht compromittirende, — dennoch aber nur schwer zu umgehende Sache ansieht: 2££s Daß er, für den Fall der Bewilligung die (mir höchst zweckmässig scheinenden) Modalitäten angiebt, unter denen die Sendung des Generals in möglichst unauffälliger Weise zu bewerkstelligen seyn würde; daß er endlich ßens was die auszuwählende Personen betrifft, nur zwei Namen zu nennen weiß: F. M. L. Wo eher (in Italien angestellt), und Fritz Schwarzenberg. Ich muß mir nun die weiteren Befehle Eurer Durchlaucht, — u. zwar wo möglich noch hier* — gehorsamst erbitten. Werner. Wien 17. July 1846. * 5. Hofrat Frh. v. Werner an Erzherzog Johann*. Königswart, 26. July 1846. E. K. H. wollen gnädigst gestatten, daß ich dem offiziellen Schreiben * des Fürsten Staatskanzlers einige unterthänige Zeilen beilege, den General für die Schweitz betreffend. 78 » W. St.-A., a. a. O., Original. * Metternich reiste unmittelbar darauf mit Hofrat Werner nach Königswart i. B. » W. St.-A., a. a. O., Abschrift. 4 Nicht erhalten. Dies offizielle Schreiben war, wie aus einem Briefe des Erzherzogs erhellt, nur die Einbegleitung zu einer fremden Einlage und betraf nicht die Schweiz.