Hidrológiai Közlöny 1940 (20. évfolyam)
VI. FEJEZET: Az esővíz - Szabó János: A székesfőváros csatornaépítkezései, tekintettel az agresszív vizekre
Die Kanalbauten der Hauptstadt mit Bezug auf das aggressive Wasser. Von Johann Szabó. Die Bodenbeschaffung der Stadt Budapest ist für den Kanalbau sehr ungünstig. Das Grundwasser enthält eine beträchtliche Menge Bitterwasser. Schwer wäre eine Stadt zu finden, dessen Grundwasser so reich an aggressiven Bestandteilen wäre wie das von Budapest. Das aggressive Grundwasser enthält vorwiegend Sulfate undzwar Natrium- und Magnesiumsulfat meistens in gleichen Mengen. Die Sulfatkonzentration des Grundwassers wird durch den Gehalt 1 Liters Grundwassers an S0 3 (Sulfatanhydrid) ausgedrückt. In etlichen Budapester Strassen übersteigt der S0 3 Gehalt des Grundwassers den Wert von 20.000 mg/Liter. Im Falle, dass der S0 3 Gehalt den Wert von 1000 mg/Liter übersteigt, ist die Verwendung von Beton selbst bei Gebrauch von Betonschutzmitteln nicht am Platze. In diesen Fällen werden bei kleinen Durchmesser Steinzeugröhren verwendet, bei grösseren Kanälen dagegen Ziegelmauerwerk. Bei einen Sulfatgehalt von 1000—2000 mg/Lit. S0 3 dürfen die Kanäle nur aus Kalkarmen Ziegeln gebaut werden. Nach den diesbezüglichen Vorschriften dürfen die Ziegeln bei den Lunge- Berl Verfahren in Säure gekocht höchstens 14% Gewichtsabnahme aufweisen. Falls der Sulfatgehalt des Grundwassers 2000 mg/Lit. übertrifft, so muss der Kanal aus Klinker-Ziegeln gebaut werden. Die Klinker Ziegeln dürfen in Säure gekocht höchstens 3% Gewichtsabnahme zeigen. Zur Bindung der Ziegeln wird ein Bitumen-Mörtel benützt, der aus 75% Donausand (mit einer Korngrösse von 0.06—1.00 mm), und 25% Bitumen (Erweichungspunkt B. et R. 100° C) besteht. Die Druckfestigkeit des Bitumenmörtels ist bei 30° C 40 KG/cm 2 Die mit Bitumenmörtel gekitteten Kanäle entsprechen aller Forderungen und sind gegen Grundwasser völlig dicht.