Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

Hydrogeologie von Buda 337 etc. bedingt, und auch die Erosion wirkte mit, hauptsächlich die verti­kale Vertiefung der Höhlen besorgend. Die älteren Korrosionshöhlen sind in mehrere Stufen geteilt. Wasser fliesst nur in den jüngeren, in typischeren Karstgebieten, dieses Wasser kann dann irgendwo als Karstquelle, Vaucluse-Quelle an die Oberfläche gelangen. Im Budaer Gebirge finden sich heutzutage keine jungen, flies­sendes Wasser führenden Korrosionshöhlen mehr. Alte Korrosionshöhlen sind die Táborberger Höhle (im III. Bezirk) und die Nagyhársberger Báthory Höhle. Die Mündung der Táborberger Höhle liegt an der Ostseite des Táborberges 305 m ii. d. A. M. und liegt im Dolomit der triadischen karnischen Stufe. Sie ist am steilen Hang 60 m von der Erdőalja-út entfernt, leicht zu erreichen,. (S.: Fig. 7. Seite 85.) Die Mündung der Báthory-Höhle, im XII. Bezirk, liegt an der Ost­seite des Nagyhársberges, 420 m ü. d. A. M., etwa 40 m vom Gipfel entfernt und führt in den Dachsteinkalk der obertriadischen norischen Stufe. Der Dachsteinkalk, welcher einer der reinsten Kalksteine ist, un­terliegt sehr stark der Verkarstung, indem er im kohlensäureführen­den Niederschlagswasser besonders leicht löslich ist. Die Báthory-Höhle ist nicht nur eine typische Korrosionshöhle, sondern auch ein his­torisches Denkmal, welches in der Literatur bereits seit dem XV. Jahr­hundert bekannt ist. Der Paulaner Mönch L. v. Báthory lebte hier in den Jahren 1437—1457 sein Einsiedler-Leben, übersetzte hier die Bibel ins ungarische und schrieb das Leben der Heiligen. Im Vorraum der Höhle ist heute noch der Altar des Einsiedler-Mönches zu sehen. Am 3. VII. 1937. zeigte das Thermometer in der Höhle eine Temperatur von 15.5 C° bei einer Aussentemperatur von 30 C°. Der Vorstand der Haupt- und Residenzstadt hat die Höhle und ihre Umgebung in 1910 aus turistischem Gesichtspunkt regulieren lassen und heute führen schöne Waldwege zur Höhle. II. Erosions-Höhlen. Als eine solche kann die im XI. Bezirk, gegen­über dem rechtsseitigen Brückenkopf der Franz Joseph-Brücke, am süd­östlichen Vorsprung des Gellértberges gelegene Höhle angesehen wer­den, weil sie ursprünglich von Meeres-Wellen, dann von fliessendem Wasser ausgewaschen wurde, obzwar auch die Korrosion bei ihrer Ent­stehung mitspielen mochte. Darum könnte man sie auch eine Abrasions­Korrasions Felsnische nennen. Die Höhle liegt 120 in ü. d. A. M. und dringt durch den Bryozoenmergel des eozänen Priaboniens in den soge­nannten Hauptdolomit der triadischen karnischen Stufe. Diese Höhle wurde 1926 in eine Felskapelle umgestaltet und ist seither als Wall­fahrtsort von den Paulinern gepflegt. (S.: Fig. 8. u. 26. Seite 86—216.) III. Tektonische-Höhlen. Solche Höhlen sind aus Brüchen, Verwer-

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