Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

330 Horusitzky Henrik depositorien eine bedeutende Kohlenmenge, sondern auch in einigen Bodenarten: so sind z. B. in der westlichen Stadthälfte Budapest im gelben Ton stellenweise Kohlenkörner von bedeutender Menge und Grösse zu finden. Die im Boden enthaltenen Metalloxyde, besonders Manganverbindungen, geben auch eine Möglichkeit zur Bildung von Galvanelementen. Sehr stark ist auch die Wirkung von Gipskristallen auf Eisenrohre, etc. Bei einem Vergleich der gemessenen elektrischen Aktivität mit be­obachteten Erscheinungen stellte sich heraus, dass unter einer Spannung von 40—50 mV keine nennenswerte elektrolitische Korrosion der Röhren aufzutreten pflegt. Solge Messungen genügen zur Orientirung. In der Wirklichkeit hängt die Geschwindigkeit der Korrosion mit der Strom­intensität zusammen, letztere aber hängt von der Verteilung und der Leit­fähigkeit des Grundwassers, also der Quantität und Qualität der in ihm gelösten Salze, endlich von der Struktur des Bodens ab. Die Menge der organischen Bestandteile eines Grundwassers ist für die aus ihnen entstehenden korrosiven Verbindungen charakteristisch. Es können hier oxydative und reduktive Vorgänge unterschieden werden. Bei der Untersuchung der Schwefelverbindungen kamen ebenso der Pyritschwefel wie die in Salzsäure lösbaren Sulfate in Betracht. Es wur­den dabei die durch Wasser bzw. durch Salzsäure löslichen Sulfate aus­einandergehalten, um ein Massstab für Geschwindigkeit der etwaigen Korrosion zu erhalten. Aus diesem Gesichtspunkt ist nämlich die Menge jener Sulfate von Bedeutung, welche im Wasser als gar nicht, oder nur langsam lösliche Einschlüsse vorkommen. Hier sei die Rolle des die Sulfate reduzierenden Bakteriums „Spirillium desulphurans" erwähnt. Dieses lebt allgemein in den tiefern Bodenhorizonten und erzeugt Schwefelhydrogen aus Sulfaten. Dieses Schwefelhydrogen greift die Röhren unter Bildung von Eisensulfid an. Das Ferrosulfid kann durch das eventuell im Boden enthaltene Oxygen zu Eisensulfat oxydiert wer­den, und, falls im Boden oder im Grundwasser Kalziumkarbonat in ge­nügender Menge vorkommt, entstehen Eisenkarbonat und Gyps. Letzteres ermöglicht die Bildung gefährlicher Lokalelemente. Wenn Ferrosulfat in einem Boden mit geringem Gehalt an Kalziumkarbonat weiter Oxyda­tion erleidet, entsteht das besonders agressive Ferrisulfat. Die Bewertung der Resultate obiger Wasser- und Bodenuntersu­chungen muss mit grosser Sorgfalt geschehen. Nur die Gesamtwirkung der Resultate soll in Betracht gezogen werden, da Grenzwerte einzelner Bestandteile oder Untersuchungsdaten nicht festgestellt werden können, bloss annähernde Werte. So sind z. B. ausser den schon oben für Chloride und Nitrate angegebenen Werten (200 mg/1 und 80 mg/1), die bei der elektrischen Aktivität über 40 mV, bei dem pH-Wert des Grundwassers

Next

/
Oldalképek
Tartalom