Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

Hydrogeologie von Buda 337 oder Bodens unter 7,2, bei den Sulfaten über 300 mg/lit., bzw. mg/kg liegenden Werte vom Gesichtspunkte der Korrosion zu erwägen. Eine Erscheinung, welche mit der Konstitution des Bodens zusam­menhängt, ist die Bildung des sogenannten Sauerstoff-Konzentrations­elements. Im Falle der volkstümlich „fetter Ton" genannten Bodenart kann, — besonders wenn zwischen einzelnen Stellen Feuchtigkeitsunter­schiede herrschen, — das Sauerstoffkonzentrationselement in der Weise auftereten, dass durch Spalten des an trockenen Stellen zersprungenen Tones Luft bis zur Röhre diffundiert, was zu einem Spannungsunter­schied gegenüber den von der Luft versperrten Teilen der Röhren tührt; und dieser Spannungsunterschied gleicht sich im Material der Röhren aus. Die Röhre wird in solchem Falle unter Erscheinungen, welche dem Wild­strome ähneln, korrodiert. Diesem Übel kann bei der Röhrenlegung durch Entfettung des Tones (eventuell mit Sand) abgeholfen werden. Die Agressivität der saueren Böden kann auf kleineren Strecken mit Kalk oder anderen alkalischen Substanzen neutralisiert werden. Beson­ders oft werden zu diesem Zwecke Abfälle der Wasserglasfabrikation benützt. Zwecks Verhütung einer Korrosion des Röhrenmaterials in saueren Böden, z. B. an sumpfigen Stellen ist es ratsam je nach Art der Korrosion die niederzulegenden Röhren äusserlich entweder mit einer besonderen Art von dicken Bitumen oder mit Portlandzement zu überziehen. Die physikalischen Eigenschaften der Bitumenarten sind je nach ihrer Herstellungsart verschieden. Das sogenannte geblasene Bitumen ist plastischer und daher zu obigen Zwecken entsprechender als das Vacuumbitumen. Die neuestens angewandten Zementüberzüge bestehen aus Zement in einer durchschnittlichen Mischung von 1:2, 1:3 und werden zwecks Erhöhung ihrer Undurchlässigkeit mit Trikosal, Aquasit oder ähnlichen Substanzen verfertigt. Um ein kräftigeres Anhaften zu erzielen, wird dem Zement des öfteren eine Asphaltemulsion oder Asbest beigemischt. Die Dicke eines solchen Zementüberzuges wechselt durchschnittlich zwi­schen 4 und 5 cm. Unter unseren hauptstädtischen Verhältnissen erwies sich das Über­ziehen der Leitungsröhren mit einer Schutzschicht, das hauptsächlich aus einem bitumen- oder steinkohlenpechhaltigen Grundmaterial be­steht, gegen Korrosion für genügend. Nach den gemachten Erfahrungen ist ein entsprechend erweichter Steinkohlenpech zum Überzug entspre­chender. In allen Fällen ist ein möglichst festes Anhaften der Schutzrinde und ein lückenfreier Überzug wesentlich. Wo also die Zusammensetzung des Bodens oder des Grundwassers auf Agressivität hinweist, muss der Schutzüberzug mit besonderer Sorgfalt und in entsprechender Ausführung angewendet werden.

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