Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)
Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája
330 Horusitzky Henrik karstartigen Höhlensystems als reiche Karstquelle hervor. Der in Kalksteingebirge betriebene Bergbau kann aus demselben Grund dem Ersäufen immer ausgesetzt sein. Das Karstwasser bedeutet meist gewaltige Wasseransammlungen und darum wurde es auch zum Zwecke der Wasserversorgung BudaÖ o pests ernstlich und wiederholt in Erwägung gebracht. Wie bekannt, besteht der Kern des Budaer Gebirges aus triadischem Dolomit und Kalkstein, welche durchlässigen Gesteine im Weichbilde der Haupt- und Residenzstadt vom Sasberg gegen Norden bis zur Gemarkung von Üröm zu verfolgen sind. Das Wasser bewegt sich im triadischen Dachsteinkalk durch ein echtes, karstartiges Höhlensystem, im Dolomit teils durch die in Sand zerfallende mürbe Dolomitart, den sogenannten „Reibsand-Dolomit", teils durch Spaltensysteme des Gesteins. Das Karstwassergebiet des Budaer Gebirges erstreckt sich von der Donau nach Westen bis Tokod, Dorog, Esztergom, Tatatóváros; es kann also in diesem gewaltigen Gebiete auf eine grosse zusammenhängende Wassermenge gerechnet werden, deren Erschöpfung, so viel Wasser ihr auch entnommen würde, nicht in Frage kommt. Z. v. Schréter (259), ein gründlicher Kenner des Karstwassers in diesem Gebiete, bestimmte auf Grund der in den genannten Grubengebieten gemachten Erfahrungen den durchschnittlichen Karstwasserhorizont in einer Höhe von 132 m ü. d. M. Das Gebiet liegt am östlichen Rande unter dem Karstwasserhorizont. Die im Verhältnis zum Budaer Gebirge wesentlich abgesunkene Ebene der östlichen Stadthälfte und die Erosion der sich stets tiefer einschneidenden Donau eröffneten den Thermen, welche am Ende des Pliozäns noch in höherer Lage emporquellten, einen tieferen Abfluss, gegenwärtig in einer relativen Höhe von etwa 110 m ii. d. M. Diese Quellen zapfen also auch das Karstwasser ab und verleihen diesem unterirdischen Wasserspiegel eine bogenförmige Biegung gegen das Donautal u. zw. von 132 m Meereshöhe stufenweise bis zu einer solchen von 110 m ü. d. M. Der Karstwasserhorizont erreicht in der westlichen Stadthälfte nicht die Oberfläche. Wahrscheinlich wurde das Karstwasser an einem Punkt des II. Bezirkes einst in einem Brunnen aufgeschlossen. Dieser einstige Brunnen stand im Hofe des „Zur Schöpfung" benannten Hauses am Krisztina-körűt No. 99. (heute Endresz György-Platz 5.). Letzteres wurde in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts von F. Falk, einem reichen Bürger erbaut, der in jener Zeit auch die Brückensteuer pachtete. Der Brunnen mochte von ihm, oder seinem Sohne, in den Jahren 1831—33 gebohrt worden sein und so war es der älteste Bohrbrunnen im Gebiete der gegenwärtigen Stadt Budapest. Er wurde bis zu einer Tiefe von 150.10 m abgeteuft, woher das Wasser von 13.4 C°, laut Aufzeichnungen, von der unteren