Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

Hydrogeologie von Buda 337 Grenze des Kisceller Tones bis 6 m unter Tag aufstieg. Die Stelle des Brunnens ist zur Zeit aufgefüllt und durch einen neuen Hausbau verdeckt. Aus dem Gesichtspunkte einer Einschaltung des Karstwassers in die Wasserversogung der Hauptstadt, muss darauf hingewiesen werden, dass Kalkstein- und Dolomitspalten, im Gegensatz zu den feinen Poren an­derer Sedimentgesteine, das Wasser ohne reinigende Filtrierung absor­bieren. Im karstartigen Gebiete dieser Gesteine sinkt das unreine, even­tuell infizierte Sickerwasser unverhindert und ohne natürliche Reinigung bis zum Karstwasserhorizont hinab, welcher Umstand in einigen Sana­torien und Höfen sogar zur küstlichen Absorption der Abwässer aus­genützt wird. Bevor also das Karstwasser des Budaer Gebirges in die Wasserversorgung eingeschaltet würde, müssten solche künstlichen Ab­sorptionseinrichtungen behoben, bzw. das Karstwasser einer entspre­chenden Reinigung unterzogen werden. Zwar geht das verunreinigte Karstwasser, infolge seiner grossen Menge, über einen gewissen Selbstreinigungsprozess, und kann auch stellenweise in tadelloser Reinheit zu Tage treten, es ist aber dennoch schwer festzustellen, an welchen Punkten die unbedingte Reinheit des Karstwassers zu erwarten sei und es wäre unmöglich für die bestän­dige Bazillenfreihet eines solchen Wassers zu haften. Eine andere Frage bleibt noch übrig, ob der Konsument anstatt eines guten, angenehm mundenden, weichen Wassers ein hartes Karstwasser an­nehmen würde? Besonders, die Hausfrauen würden in erster Linie gegen einen solchen Tausch protestieren. Deshalb kann die Verwendung des Karstwassers für die Wasserversorgung Budapests zur Zeit nicht als empfehlenswert betrachtet werden, und dies umso weniger, als das jetzige vorzügliche Trinkwasser der Haupstadt im Notfalle immer noch zu vermehren ist. Sollte der Gebrauch des Karstwassers trotzdem versucht werden, kann für diesen Zweck die Südseite des Ürömberges empfohlen werden, wo ich in einer Seehöhe von 164 m, in der Tiefe von 18 m, also bei 146 m ü. d. M. karstartiges Brunnenwasser fand, dessen Temperatur 15.2 C° war. Es könnte hier, in einer nicht bedeutenden Tiefe, das reinste Karst­wasser (?) gewonnen werden, welches dann durch einen tonfälligen Schacht als Quelle zu Tage gefördert werden könnte. Dr. F. Horusitzky bezeichnet auch noch die nordöstliche Ecke des Sasberges, als eine Stelle wo der Dolomit schon in einer Seehöhe von etwa 160 m aufgeschlossen ist, wo daher der Karstwasserhorizont bereits in einer Tiefe von 50 m, oder noch früher, erreichbar sein könnte. Die Temperautr des Karstwassers, das immer in grösseren Tiefen zirkuliert, beträgt im allgemeinen 13—14° C, ist also gewöhnlich um weniges höher, als solche der benachbarten Quellen oder Grundwasser-

Next

/
Oldalképek
Tartalom