Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

Hydrogeologie von Buda 337 gesteine fliessenden, oder durch deren Poren sickernden Gewässern be­wegt sich das Karstwasser in Spalten, Klüften und infolge seiner lösenden Wirkung entstandene Höhlensystemen der Karbonatgesteine. Das auf solchen Wegen unterirdisch fliessende Wasser bewegt sich der Gravita­tion folgend in dem karstartigen Höhlen- und Spaltensystem des Ge­steines bis zum undurchlässigen Liegenden, wo es aufgestaut, und in dem zusammenhängenden Netzwerk von Spalten und Klüften der Kalk­stein und Dolomit-Berge eine zusammenhängende Wassermasse bildet mit gemeinsamer Spiegelhöhe, dem sog. Karstwasserhorizont. Die Spalten und Klüfte verdanken ihre Entstehung jenen Krusten­bewegungen, an welchen die Gebirgsmassen teilnahmen, also gewissen tektonischen Kräften des Erdinneren. In der Erdgeschichte des Budaer Gebirges können mehrere unruhige Perioden, sogenannte Revolutions­phasen nachgewiesen werden und als das Gebirge von gewaltigen Spaltsystemen durchzogen war, an denen entlang sich einzelne Krusten­teile bewegten, sich erhoben oder sanken und so die gegenwärtige Schollenstruktur des Gebirges entstand. Solche gewaltigen Bewegun­gen erfolgten zwischen dem Eozän und dem Uligozün, in dei laramisclieli Revolutionsphase und wiederholten sich in der Entwicklungsgeschichte des Gebirges bis in das Pliozän. Die absickernden Wässer erweiteren die kleineren und grösseren Spalten, weil der Kohlensäuregehalt der Niederschlagswässer die Kar­bonatgesteine mehr-weniger löst und so entstehen Karsterscheinungen, wie Höhlen, Dolinen, Schächte, etc., die ewig lösende, korrodierende Wirkung des Wassers darstellend. Am Grunde grösserer Höhlen bahnen sich unterirdische Bäche, von der Oberfläche oft im Erdinneren verschwin­dende sogenannte Schlupfbäche einen Weg, deren grössere Wassermen­gen an der unterirdischen Zertrümmerung und Höhlenbildung eine noch grössere Kraft ausüben können. Das Wasser der karstartigen Höhlungen suchte einen Zusammenhang durch die Spalten und so kam das zusam­menhängende karstartige Spaltsystem der Gebirge zustande, welches sich bis zum Horizont des Karstwassers mit Wasser füllte. Indem das unter­irdisch fliessende Karstwasser sich immer tiefer einzubetten trachtet, werden mit der Zeit höher liegende Wasserläufe als Höhlen, Dolinen, etc. trockengelegt und übernehmen bloss die Rolle von Leitungen, durch welche das unterirdisch fliessende Wasser zum tiefer liegenden Karst­wasserspiegel befördert wird, resp. durch welche das Oberflächenwas­ser in die Tiefe versiegt. Wenn die Erosion ein Kalksteingebirge unter dem Karstwasserhori­zont erschliesst, oder wenn ein von undurchlässiger Schicht nicht be­deckter Teil infolge tektonischer Bewegungen in einer unter dem Karst­wasserhorizont liegenden Höhe zu Tage tritt, bricht das Wasser des

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