Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)
Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája
330 Horusitzky Henrik Reihe von Abhandlungen erschienen, von denen hier nur die wertvollen Publikationen Fr. Schafarzik's (159, 222, 275, 277, 305), erwähnt seien. Er war bis zu seinem Tode ein unermüdlicher Forscher der Budaer Thermen und hinterliess uns in seinen Arbeiten die moderne hydrologische Kenntnis der ungarischen Thermen. Die Reihe der heutigen Hydrologen, welche sich mit den genannten Thermen befassen, eröffnet A. Vendl. Ihm zur Seite sind besonders tätig Z. Dalmady (249, 319), F. Papp (428), A. Földvári (326), F. Pávai-Vajna (356, 406), Gy. Vigh (359) und F. Horusitzky (390). Es wäre kaum möglich an dieser Stelle alle Verfasser aufzuzählen, die sich mit dem Studium der Budaer Quellen Verdienste erworben haben. Was die Literatur anbelangt sei auf das nachstehend angeführte Schrifttum verwiesen. * Sämtliche Thermalwässer Budapests sind Kalzium- und Magnesiumhältige Hydrokarbonatwässer. Ihre im grossen und ganzen sehr übereinstimmende chemische Zusammensetzung weist auf eine gemeinsame Herkunft, d. h., sie werden höchstwahrscheinlich alle von demselben Wasserreservoir gespeist. Trotz einer solchen allgemeinen Übereinstimmung, treten in ihnen gewisse chemische Charaktere auf, welche noch eigens besprochen werden sollen. Grössere Unterschiede weisen die Budaer Thermen hinschtlich ihrer Temperaturen auf. Es gibt nämlich unter ihnen echte thermale Tiefenwässer, dann Hemithermen und laue Quellen. Quellen von recht verschiedener Temperatur brechen manchmal ganz nahe zu einander aur. Wenn aber auf Grund chemischer Übereinstimmungen solchen Quellen eine gleiche Herkunft zugeschrieben werden muss, so kann eine Temperaturdifferenz nur damit erklärt werden, dass die Thermen auf ihrem unterirdischen Weg der Wirkung verschiedener Faktoren ausgesetzt sind und infolge dessen ihre Temperatur in verschiedenem Masse abnimmt. Die Temperaturabnahme kann im erster Reihe auf die abkühlende Wirkung beigemischten triadischen Karstwassers zurückgeführt werden, das im Untergrund Budapests in sehr grosser Menge nachweisbar ist. Jedenfalls kann eine Vermischung von Karst- und Thermalwasser infolge der Verschiedenheit ihrer Dichte nur teilweise und in kleinerem Masse vor sich gehen. Je entfernter die Thermalquelle von ihrer Hauptbruchlinie aufbricht, umso mehr kann sie sich mit Karstwasser vermischen und dessen abkühlende Wirkung zeigen. Das Karstwasser ist in der obertriadischen Dolomiten und Kalksteinen aufgespeichert. Obwohl im Budaer Gebirge keine tieferen Triashorizonte zu Tage treten, muss die Anwesenheit von Muschelkalk und der schiefrigen Serie, der sog. Werlenei Schichten, dennoch angenommen werden und letztere dürften das undurchlässige Liegende des Karstwassers bilden. Das tiefere Grundgebirge ist ausser-