Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

Hydrogeologie von Buda 337 dem wahrscheinlich von permischem Sandstein, von unbestimmten kar­bonischen Ablagerungen und auch alten kristallinen Gesteinen aufge­baut, welch letztere den kristallinen Schiefern und dem Granit des Ve­lenceer Gebirges entsprechen mögen. Eine solche Schichtreihe kann bisher nur auf Grund der Analogie und der Wahrscheinlichkeit ange­nommen werden. Jedenfalls dürfte der Radium- und Radiumemanation­gehalt der Budaer Thermen nur auf diese Gesteine zurückgeführt werden. Die Lage des gemeinsamen Thernienreservoirs, also die Tiefe, aus welcher die Thermalquellen emporbrechen, kann nicht einmal annähernd angegeben werden, obwohl in zahlreichen Fällen die Temperatur einer Therme eine Schätzung der Tiefe ihres Ursprungs an Hand des geo­thermischen Gradienten mehr oder weniger zulässt. Der geothermische Gradient zeigt an, bei wieviel Meter Tiefenzu­nahme sich die Temperatur in der Erdkruste um einen Grad erhöht. Da aber in der Budaer Thermen die abkühlende Wirkung des Karstwassers unzweifelhaft zur Geltung kommt, bleibt die ursprüngliche Temperatur des Quellwassers und folglich die berechenbare Tiefe seines Reservoirs unbekannt. Zweifelsohne muss der Ursprung der Budaer Thermen in einer bedeutend grösseren Tiefe angenommen werden, als bisher durch Tiefbohrungen erreicht wurde. Tiefbohrungen im Stadtwäldchen Buda­pests, von welchen die ältere bis 970,48 m, die neuere bis 1256 m hinun­terreicht, eröffneten nur ein Bruchsystem, durch welches das Thermal­wasser aus noch grösseren Tiefen emporsteigt. Die ursprüngliche Tem­peratur dieses Wassers war bestimmt nicht unter 80° C. Wie erwähnt, scheinen die Tiefengewässer Budapests immer mit mehr oder weniger Karstwasser gemischt hervorzuquellen. Wenn nun die Thermen dennoch unterschieden werden sollen, kann getrost ange­nommen werden, dass unter bestimmten Umständen nur jene Thermen als reine Tiefengewässer aufzufassen seien, deren Temperatur wenigstens 60° C erreicht. Bei solchen Quellen ist die Beimischung des Karstwassers ganz gering, obwohl noch immer nachweisbar, wie dies die Beilage XXII. (neben 166. Seite) zu veranschaulichen versucht. Diese Thermen mit höherer Temperatur gelangen aus dem östlichen, von einer mächtigen Serie des Kisceller Tones bedeckten Flachland, zum Fusse des Budaer Gebirges und finden hier am Rande des triadischen Gebirges durch weite Bruchspalten den Weg zur Oberfläche und ver­mischen sich daher mit dem Karstwasser nur in geringem Masse. Eine andere Abart der Budaer Thermen dürften die sogenannten ,,Hemithermen" mit einer Temperatur von etwa 40° C darstellen. Ihre Her­kunft ist einer solchen der besprochenen reinen Thermen ganz ähnlich, nur dass in ihnen das aus der Tiefe emporbrechende Thermalwaser mit dem beigemischten Kastwasser im Gleichgewicht steht.

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