Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest
92 Ferenc Papp die Donau auf + 456 cm, und hat eine Steigung des Quellwasserspiegels herbeigeführt, ohne gleichzeitiger Erhöhung der Ergiebigkeit, da die auf die Quellgänge lastende hohe Wassersäule das Hervordringen des Wassers hinderte. Die gleiche Erfahrung habe ich auch am Quellbrunnen des Kaiscrbades und an der Altofner Árpádquelle gemacht. 6. Die Bestimmung der Ergiebigkeit erfolgt je nach der Verschiedenheit der Fälle mittels verschiedener Messverfahren. Während der Beobachtungszeit dienen zur Mengenbestimmung: Eichgefäss, Abpumpen, Salzungsverfahren und bei der Quelle auf der Margareteninsel das Messwehr. 7. Gasaufbrüche haben ebenfalls Einfluss auf die Wasserspende der Quellen, nur macht sich dieser Einfluss bald hemmend, bald fördernd auf den Wasseraustritt geltend, wie es meine Beobachtungen an der Juventus-Quelle und an dem Széchényi-Arteserbrunnen ergeben haben. 8. Zwischen der Ergiebigkeit unserer Thermalquelleneu einerseits und dem Luftdruck andereseits lässt sich ein Zusammenhang wahrnehmen. Undzwar ist hoher Luftdruck mit reicherem Wasserertrag und umgekehrt niedrigerer Luftdruck mit geringerer Wasserspende verbunden. Bei der Attila-Quelle haben sich z. B. folgende korrespondierende Werte ergeben: 5. II. 1936. 26. II. 1936. 18. III. 1936. Donau Wasserstand m/m 340 246 195 Luftdruck m/m 746.8 749 770 Ergiebigkeit Sec./l. 2.25 2.33 2.43 Im Falle der Attila-Quelle, die ein erbohrter Brunnen ist, ist dieser Zusammenhang an der Hand liegend, für die anderen natürlichen Thermen konnte aber solch ein regelmässiger Zusammenhang nicht nachgewiesen werden. Wärmeverhültnisse der Quellwasser. Der Temperatur der Budapester warmen Quellen wurde schon seit langem Aufmerksamkeit gewidmet. Anfänglich begnügte man sich damit, die Quellen ganz allgemein in zwei Gruppen, uzw. in „warme" und „laue" Wasser einzuteilen. Seit Anfang des vorigen Jahrhunderts sind aber sehr eingehende Untersuchungen zur ge-