Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

90 Ferenc Papp Verhältnis zu einander, wie dies aus den Schaulinien über Quellen­ertrag und Donauwasserstände hervorgeht. Dies berücksichtigend, können die Debatten, die bei uns um die Ergiebigkeit gewisser Quellen — ob veränderlich oder gleich­bleibend — noch vor kurzem so lebhaft geführt worden sind, als entschieden betrachtet werden. Besonders lehrreich von diesen Debatten war der um die Wasserführung des artesischen Brunnens auf der Margareteninsel entsponnene Meinungskampf, in welchem L. Mádai (68) und I. Findly sen. (95) einander gegenüber standen. Mádai hat aufgrund seiner Messungen eine Abnahme des Ertrages dieses Brunnens festgestellt, Finály behauptete dagegen, dass sich die Ergiebigkeit seit 1870 nicht geändert habe („... haben fast völlig übereinstimmende Ergebnisse geliefert."). Die mittels Eich­gefäss angestellten Messungen von D. Jász haben ebenfalls ver­minderten Wasserertrag ergeben. Anhanden meiner systematischen Messungen aus den Jahren 1936—1937 kann ich ruhig behaupten, dass die Ergiebigkeit des Arteserbrunnens auf der Margereteninsel ähnlich den übrigen Budapester Thermen veränderlich ist und dass diese Schwankungen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Wasserführung der Donau stehen. Die Wirkung des Donauwasserstandes auf die Ergiebigkeit der Warmquellen kann nicht nur bei jenen Quellen nachgewiesen werden, die längs des Donauufers liegen, sondern sogar bei dem 2 km östlich von der Donau entfernten alten (1878) artesischen Brunnen am Ende der Andrássystrasse. Die Daten von Ing. K. Dobó die Ergiebigkeit betreffend habe ich mit dem Donauwasserstand verglichen; der Zusammenhang lässt sich gleich wahrnehmen. Zeitpunkt 6. I. 13. I. 22. I. 5. III. 5. V: Donauwasserstand +99 +188 +96 +489 +309 Ergiebigkeit: Lit./Min. 533 600 533 571 535 5. Der Wasserstand in den Quellbecken ändert sich in seiner Abhängigkeit von dem Ausmasse der Nutzung sowie von dem Wasserstande der Donau. Im Falle die Nutzung nicht auf den natür­lichen Ertrag der Quelle beschränkt wird, sondern durch Abpumpen des Wassers gesteigerte Entnahme stattfindet (wie dies bei den Quellen des Kaiserbades, des St. Lukas-, Gellért- und St. Eme­rich-Bades der Fall ist), so wird durch diese intensive Wasserent­nahme bezw. durch die damit verbundene Reinigung der Wasser-

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