Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

Die warinen Heilquellen von Budapest 229 Verrenkungen, Entzündung der Sehnenscheide, Gicht, Rheumatismus, Ischias, zur Nachbehandlung von Verletzungsspuren ferner zur Be­handlung von Lähmungen, Schrumpfungen, Fraeunleiden und chro­nischen Entzündungen der Leber- und Gallengänge. Das Bad hat sich von allem Anfang an grosser Beliebtheit er­freut sowohl bei den Städtern wie auch bei den Provinzlern; das artesische Bad wurde einfach zum Begriff. Das Quellwasser wurde früher in Wagen und in Butten in alle Teile der Stadt geführt (1880). Das kleine einstöckige Bad auf der Palatin-Insel bei dem Stadtwäldchen-Teich iwo ein gemeinsames Bicken und zwanzig Einzelbäder zur Verfügung standen, hatte in den ersten Jahren jährlich 51.000 Besucher, deren Zahl in 1912 schon auf 167.192 stieg. Dem stets zunehmenden Interesse Rechnung tragend, ent­schloss sich die Gemeinde zum Bau einer neuen Badeanstalt, die nach den Plänen von Gy. Cziegler und E. Dvordk in 1912 in An­griff genommen wurde. Die neue Anstalt bedeckt eine Fläche von 6157.32 m : i und wurde am 13. Juli 1913 seiner Bestimmung über­geben. Der artesische Brunnen im Stadtwäldchen ist eine der schön­sten Leistungen fachlichen Wissens. Seit 70 Jahren strömt hier das Wasser unaufhörlich und mit unveränderten Eigenschaften an die Oberfläche und verhilft den Der Gellértberg ist ein am Ufer der Donau zurückgebliebenes Glied des transdanubischen Mittelgebirges, das östlich von hier längs den Verwerfungen in die Tiefe gesunken ist. Das Haupt­gestein des Berges, der Dolomit liegt an der Stelle des artesischen Brunnens I. im Stadtwäldchen (Ende der Andrässystrasse) bereits 917 m tief. Die Dolomitschichten des Geliértberges fallen steil, un­ter 35—40° gegen Südwest und sind sprechende Zeugen jener hef­tigen Bewegung der Erdrinde, durch welche das Ofner Gebirge un­vermittelt abgegrenzt bezw. gegen Ost zum Sinken gebracht wurde. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind in dieser Gegend vom Eozän beginnend heisse Dämpfe, heisse Quellen an die Oberfläche ge­drungen, deren älteste Spuren — aus dem Pliozän — eben am Kranken und schwachen zur Gesundung und Kräftigung. Die Quellen bei dem Gellértberg.

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