Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest
Die warinen Heilquellen von Budapest 215 einem gemeinsamen Trichter hervor. Es ist vollkommen klar, führt keinen Sand. Die Quelle XIII steht ihrer Ergiebigkeit nach an zweiter Stelle. Sie entströmt dem Kalktuff durch eine grössere und mehrere kleinere Öffnungen. Ihr Wasser erreicht nur ausnahmsweise den Wärmegrad von 22° C. Die Quelle XIV ist nur nach Ablassen des Wassers dem Auge erkenntlich, sie dringt durch winzige Öffnungen aus dem Kalktuff hervor. Die Wassertemperatur liegt nahe an 22°C, ohne diesen Wärmegrad zu erreichen. Die Quelle XV. liegt nördlich vom Becken. Ihr Wasser, von veränderlicher Menge tritt mit sehr geringem Druck an die Oberfläche besitzt aber eine Temperatur von über 22°C. In der Nähe des Beckens findet man noch an drei Stellen warme Wasseraufbrüche, die sich in die Kanäle der RömerbadSiedlung ergiessen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der emporsteigenden warmen Wasermengen nimmt seinen Weg durch die Schotterdecke gegen die Donau zu und rieselt bei dem Bootshaus des Sportklubs BBTE und bei dem Bootshaus Adria in die Donau. Bei niedrigem Wasserstand des Stromes wird das ankommende Quellwasser sichtbar. Die Schwankungen der Temperatur des durch die Schotterablagerung sickernden Quellwassers das auf seinem Wege mit Grundwasser in Berührung tritt, lassen sich am Brunnen des Grundes Keve-Gasse 39 (Eigentümer Oberst d. R. K. Szilvássy ) gut verfolgen. Die jährliche Schwankung der Wärme beträgt 5.9°C. Die äussersten Grenzen waren: 18.9°C am 23. September 1936 bezw. 13 c C am 3. März desselben Jahres. Mit der Analyse des Quellenwassers hat sich Dr. K. Emszt befasst und fand dass es seiner chemischen Zusammensetzung nach den Mineralwässern nahekommt und Ähnlichkeit mit dem Wasser in der Nähe auftretenden Quellen am Csillag-Berg, in Pünkösd-Bad, bezw. mit jenem der Árpád-Quelle in Altofen sowie mit dem Wasser der Türken-Quelle des Kaiserbades besitzt. Ähnliches Wasser liefern noch die St. Stefan-Quelle in Esztergom, sowie die heissen Quellen in Eger. Von den ausländischen Quellen hat das Warmbad in Villach verwandte Zusammensetzung. Chemische Zusammensetzung des Wassers nach der Analyse von K. Emszt.