Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

118 Ferenc Papp Wir können die charakteristische Zusammensetzung der JÓ­zsefberger Schlämme am besten in der Ablagerung der gedeckten Schlamm-Quellen des Kaiser-Bades untersuchen; es ist viel Sand darin zu finden. Mit anderen Worten, reissen die Quellen die Teil­chen der sich in der Nähe der Entspringstelle befindenden Schichten mit sich. Nach der Beseitigung der schweren mineralischen Bestand­teile der Trink-Quelle, konnte ich folgende Bestandteile erkennen: Pyrit, Markasit, Limonit, Magnetit, Biotit, Chlorit, Pyroxen, grüner Amphibol, roter Granat, Rosaquarz, Quarz, Kalzit, Plagioklas, Apa­tit und Aragonit. Es gibt auffallend viel Pyrit und Markasit in Kris­talldrusen und der Markasit ist ausserdem auch nierenförmig oft vorzufinden. Auch der Schlamm der St. Anton- und Marien-Quelle ist dem des Kaiser-Bades ähnlich. Die Zusammensetzung des vom Ende des Beckens der Mathias-Quelle des St. Imre-Bades, von der Spring­stelle der Quelle entstammenden Tones gleicht der des Budaer Mergels und enthält viel mehr Schlamm als die vorigen. Diese lockere, schlammige Ablagerung erklärt aber vorderhand noch kaum, wie es möglich ist, dass im Gebiete des Lukas-Bades ganz unregelmässig Quellen verschiedener Temperatur entspringen. Wahrscheinlich dispergierten die wenigen schlammigen Be­standteile ständig infolge der Basizität des Wassers, versperrten die feinen Öffnungen des Schlammes und diese Verstopfung verur­sachte die Isolierung, infolge deren aus demselben Gestein in einer Entfernung von 10—15 m 17° C und 57° C warme Wasser ent­springen. Unsere Thermen waren vom Anfang an vom Gesichtspunkte der Organismen ausserordentlich wichtig. Das beweisen die fossilen Reste der Fauna und Flora und ein flüchtiger Blick auf das Wasser unserer lauen Thermen überzeugt uns, dass dort auch jetzt eine reiche Pflanzen- und Tierwelt vorzufinden ist. Die Pflanzenwelt unserer lauen Thermen erweckte schon seit langer Zeit die Aufmerksamkeit der Fachleute und Naturfreunde. In den kristallklaren Becken des Malomteiches, des Lukas­und Kaiser-Bades, der Árpád-Quelle in Óbuda und des Römischen Bades ist eine üppige Flora. Solange an den Ufern der Wechsel der Jahreszeiten zu bemerken ist, finden wir bei den Quellen in jeder .Jahreszeit dieselbe Pflanzenpracht.

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