Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

108 Ferenc Papp von der aus der Oxydation des Pyrits hervorgehenden Schwefel­säure angegriffen, wobei einesteiles CO2, anderenteils H2S in Frei­heit gesetzt wird. Die Gegenwart von Stickstoff lässt sich aus der atmosphärischen Luft ableiten, indem das die Gesteine durch­fliessende Wasser den Sauerstoff aufnimmt, N hingegen zurück­lässt. Nach J. Molnár enthalten die Ofner Thermen 90% N. 5% O, 5 % CO2; der artesische Brunnen im Stadtwäldchen 65.2 % N. 31.4% CO, 1.8% CO2 und 1.6% O (19). T. Szelényi gibt die Ver­teilung der Gase im Wasser des Römerbades folgend an: CHt 22.3%, CO2 2.9%, O2 3.8%, N2 71.0%. g) Unsere heissen Wasser kommen auf ihrem Wege mit radiumhaltigen Gesteinen in Berührung, lösten seit uralten Zeiten das Radium aus denselben. Ein Teil dieses gelösten Radiums wird durch das die Klüfte und Höhlungen der oberen Dolomitschichten ausfüllende feine Dolomitmehl adsorbiert und angereichert. Diesem radiumreichen Dolomitmehl verdankt das aus Dolomit aus­strömende Wasser seinen verhältnismässig grösseren Emanation­gehalt. Die Radioaktivität gehört zu den karakteristischen und wertvollen Eigenschaften der Budapester heissen Quellen. Oy. Weszelszky hat dem Studium der Emanation sowohl des auf­brechenden Wassers als auch des Schlammes lange Jahrzehnte ge­widmet, weshalb hier in erster Reihe die Ergebnisse seiner Unter­suchungen in Betracht zu ziehen sind. Nach Weszelszky ist jede der Budapester (51) warmen Quellen radioaktiv. Diese Eigenschaft ist im kleinsten Mass in den artesischen Brunnen, im höchsten Mass in den Quellen des Rudas-Bades vorhanden. Die Emanation ist nach Weszelszky auf die im Laufe der Jahrtausende in den Quellenwegen aufgespeicherte Schlammenge, auf das Dolomitmehl zurückzuführen. Die Untersuchungen Weszelszky's haben neben der Emanation auch geringe Mengen fester Radium- und Thorium­verbindungen im Wasser unserer warmen Quellen ergeben. Die Untersuchungen von Gy. Weszelszky, R. Frohner und G. Mache haben die beigefügten Ergebnisse gebracht. Die Radioaktivität der Ofner Thermen stellt einen wertvollen medizinischen Faktor dar. Um diese Eigenschaft wirksamer aus­zunützen, empfehlt es sich, die Wasser dieser Quellen unmittelbar ohne Einschaltung irgend einer Leitung der Verwendung als Bade­oder Trinkwasser zuzuführen, wie es bei den Juventus- und Attila-

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