Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest
Die war inen Heilquellen von Budapest 107 den heissen Wasser vermittelt werden. Die Sulfide können aber auch aus dem Gyps entstammen, aus dem sie durch Einwirkung organischer Substanzen eventuell CO2 unter Verlust von Sauerstoff entstehen. In unseren heissen Quellen lassen sich alkalische Schweißverbindungen, HaS, COS nachweisen. Insbesondere zeigen die wärmeren Quellen grossen Reichtum an Sulfiden. Verschliesst man dias Becken irgend einer Quelle längere Zeit hindurch, so machen sich an dessen Wandungen Schwefel-Abscheidungen bemerkbar. d) Sulfate erscheinen als Zersetzungsprodukte der Sulfide. Der Sauerstoffgehalt der in den Boden eindringenden Sickerwasser genügt, um eine Zersetzung der Sulfide herbeizuführen, wobei Schwefelsäure entsteht. Diese greift die Karbonate der Nebengesteine an und bewirkt eine chemische Umwandlung derselben bezw. der schon in Lösung befindlichen Verbindungen. Die freie Schwefelsäure vermittelt diesen Quellen säuerliche-schwefelige Wirkung. Der Sulfatgehalt unserer heissen Quellen erhebt sich insbesondere bei Anwesenheit von Eisen, bezw. von Arsen zu einem wichtigen medizinischen Faktor. e) Phosphate sind in kleineren Mengen sehr verbreitet und dürften auf das in den Gesteinen anwesende Apatit zurückzuführen sein. Silizium entstammt den Silikatgesteinen, Barium und Strontium den Feldspaten. Lythium kommt in den Glimmern der Eruptivgesteine vor. Alle diese Bestandteile gelangen durch Auslaugung der betreffenden Gesteine in das Wasser unserer warmen Quellen. f) Besondere Beachtung verdienen die im Wasser enthaltenen Gase, wie Kohlensäure (CO2), Schwefelwasserstoff (H2S), Carbonylsulfid (COS), Verbindungen des Schwefelwasserstoffes, Stickstoff (N), sowie die Emanation von Radium. Die Gegenwart von CO2 und H2S lässt sich durch vulkanische Aushauchungen (juvenile. Gasaufbrüche) erklären, sie können aber ebenso der Atmosphäre entstammen, oder infolge gewisser Umwandlungsprozesse, die sich in der Erdrinde abspielen in das Wasser gelangen. Der grössere Teil der Kohlensäre und des Schwefelwasserstoffes ist nicht juvenilen Ursprungs; für die Herkunft der Kohlensäure muss die Erdoberfläche in Anspruch genommen werden, denn wenn sie der Tiefe entstammen würde, so müssten unsere artesischen Tiefbrunnen bedeutend reicher an diesem Gase sein, als die natürlichen Quellen. In unserem Falle werden die karbonatführenden Gesteine