Hidrológiai Közlöny 1936 (16. évfolyam)
Bolberitz Károly dr.: A kémiai vizsgálat adatainak értékelése a kútvizek higiéniai megítélésénél
58 Dr. K. Bolberitz Hervorgehen wird — so muss man für diese Erscheinung eine Erklärung finden. Die Grundbedingung der Brauchbarkeit der chemischen Wasserprüfung ist die Annahme, dass zwischen der hygienischen Gute, der Verlässlichkeit, und der chemischen Zusammensetzung des Wassers, ein Zusammenhang besteht u. zw. im oben besprochenen Sinne. In diesem Fall müsste das chemisch einwandfreie Brunnenwasser in dem Moment, wo es in den Brunnen tritt, coli-negativ sein. Trotzdem geht es aus den Daten hervor, dass selbst von strenger — wie bei uns üblich — beurteilten und gut befundenen Wässern ein bedeutender Prozentsatz positiv war. Dies lässt sich auf drei Ursachen zurückführen: 1. die als Grundlage zur Beurteilung dienenden Grenzwerte sind zu mild, 2. das in den Brunnen gelangende Wasser war rein, wurde aber im Brunnen in chemisch nicht nachweisbaren Weise verunreinigt, es konnte z. B. der Ausflusshahn oder der Eimer unrein gewesen sein, 3. das Wasser wurde während der Entnahme der Probe oder danach, im Zeitraum bis zur bakteriologischen Untersuchung, verunreinigt. Wahrscheinlich sind alle drei Ursachen im Zustandekommen der erwähnten Erscheinung beteiligt, besonders die zwei letzteren. Was die Strenge der Beurteilung der guten Wässer betrifft, scheint es nicht zweckmässig das übliche Mass zu überschreiten, denn je niedriger man die Grenzwerte fixiert, umso grösser wird der Fehler, der dadurch entsteht, dass die auf Verunreinigung hinweisenden Bestandteile in geringen Mengen auch aus dem nicht verunreinigten Boden in das Wasser gelangen können. Will man ein, der tatsächlichen Situation möglichst entsprechendes, annähernd getreues Bild erzielen, so muss man die durch die oben angeführten Faktoren verursachten Fehler ausschalten. Angenommen, die Fehler können bei dem guten Wässern nur durch Verunreinigung im Brunnen oder durch fehlerhafte Probenahme verursacht werden, so sind die chemisch guten Wässer im Moment, wo sie in den Brunnen gelangen, sämtlich coli-negativ (was jedenfalls annähernd auch in der Wirklichkeit zutrifft). Hält man aber diese Annahme fest, so spielt sie nicht nur bei den gut befundenen, sondern auch bei den übrigen Wässern eine Rolle und beeinflusst die errechneten Prozente sehr merklich. Will man also ein richtiges Bild gewinnen, so muss man diese Prozente dieser Überlegung entsprechend korrigieren, dass so viele Prozente der im Brunnen befindlichen Wässer nachträglich verunreinigt werden.