Hidrológiai Közlöny 1936 (16. évfolyam)
Bolberitz Károly dr.: A kémiai vizsgálat adatainak értékelése a kútvizek higiéniai megítélésénél
56 Dr. K. Bolberitz In Ungarn ist eine entsprechende Anzahl einheitlich durchgeführter chemischer und bakteriologischer Wasseruntersuchungen im M. Kir. Országos Közegészségügyi Intézet (Kgl. Ung. Landesanstalt für öffentliches Gesundheitswesen) vorzufinden. Die Anstalt sammelt seit ihrer Gründung die sämtlichen durch sie im ganzen Bereich des Landes gesammelten Wasseruntersuchungen in einer Kartotheksysteme und gelangte hiermit in den Besitz eines auch im Weltverhältnis erstklassigen, wertvollen Materials. Bei meinen Studien verwertete ich die Angaben der in den Jahren 1932, 1933 und 1934 untersuchten Wässer, für deren Überlassung ich dem Institut auch an dieser Stelle bestens danke. Diese Wasserprüfungen wurden jedoch zu anderen Zwecken durchgeführt, wodurch es begreiflich wird, dass sie den oben erwähnten Erfordernissen nur zum Teil genügen. Die monatliche Verteilung ist sehr ungleichmässig (über die Wintermonate stehen nur wenige Untersuchungen zur Verfügung), so auch die räumliche Verteilung. Letztere verursacht geringere Fehler, wie die monatlichen Ungleichheiten. In den kalten Wintermonaten sind nämlich die Wässer — wie dies aus anderen Untersuchungen hervorging — weniger infiziert. Wenn also in den Wintermonaten weniger Angaben zur Verfügung stehen, erhöht dieser Umstand die das Mass der Infizierung des Brunnens ausdrückende Prozentzahl. Die einzelnen verunreinigenden Bestandteile, resp. ihr gruppenweises Vorkommen, bewegen sich ebenfalls zwischen sehr weiten Grenzen. All diese Umstände beeinträchtigen die von der Bearbeitung zu erhoffenden Resultate sowie ihre Genauigkeit, und lassen bloss relative Vergleichungen zu. Aus dem zur Verfügung stehenden Material mussten die Wässer der Wasserleitungen, der Tiefbohrungen, sowie die mit chemischen Mitteln (z. B. mit Chlor) oder in anderer Weise behandelten Wässer ausgeschieden werden, da diese nach anderen Prinzipien beurteilt werden, wie die gewöhnlichen Brunnenwässer. Die behandelten Wässer sind trotz ihrer Verunreinigung zeitweise coli-negativ, bei den Tiefbohrungen können — wie bekannt — gewisse Bestandteile, die sonst eine Verunreinigung bedeuten würden, aus den tieferen Bodenschichten auch in nicht verunreinigte Wässer gelangen. Hieraus ergibt sich wieder eine Fehlerquelle, die darin besteht, das der Tiefenwasser-Charakter bei einem Bruchteil der Fälle nicht sicher festgestellt werden konnte, wodurch die in den Resultaten erzielten Prozentdifferenzen geringer wurden.