Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Adatok az Ipolyvölgy hidrológiájának ismeretéhez

78 Dr. J. Noszky unter dem Basaltplateau des Medves-Berges genau einzelne Details der levantinischen Hydrographie, namentlich den Verlauf einiger Täler, indem diese durch die ziemlich dünnflüssige Lava plastisch ausgefüllt und somit konserviert wurden. Diese wurden dann durch die genauen Kartenaufnahmen des Kohlenbergbaues von Salgó und Zagyvaróna bekannt. Im Pleistozän wurde das Klima unseres Gebietes kalt und sehr trocken, und gehörte demnach zu der Halbwüstezone, die damals unser Alföld (Tiefebene) beherrschte. Dies hatte eine starke Abtra­gung durch Deflation und in deren Begleitung stellenweise die Ab­lagerung mächtiger Lössdecken zur Folge. Besonders im jüngeren Pleistozän waren dies die vorherrschenden modellierenden Fakto­ren. Am Ausgang des Pliozäns und im Pleistozän wurde dann durch das als Folge des Visegráder Durchbruches entstanedene Flussystem der Mittleren Donau unser Gebiet, das bis dahin nur einen schwachen und unsicheren, stellenweise vielleicht überhaupt keinen Abfluss besass, in ein Gebiet mit bestimmten Abflussverhält­nissen umgestaltet. Hierbei spielte der gleichfalls zu dieser Zeit enstandene Ipoly-Fluss eine wichtige Rolle. Die Einschaltung in das System der Donau erfolgte durch rückschreitende Erosion, als deren positive Beweise vom jüngern Pleistozän angefangen Ter­rassen an einzelnen Punkten der beiden grossen Nógráder Depres­sionen anzutreffen sind. Im Holozän wurde die abtragende Wirkung der Deflation durch das feuchter werdende Klima allmählich geschwächt, die Erosion hingegen selbstverständlich gestärkt. Allerdings wurde die Wirkung der letzteren durch das Überhandnehmen der Vegetation gebremst. Die altholozänen Terrassen gelangten längs des Ipoly­Flusses bereits überall zur Ausgestaltung und der Ubergang zur heutigen Situation und den heutigen Formen erfolgte in ganz ähn­licher Weise, wie bei den übrigen Nebenflüssen der Donau. Es ist hier zu betonen, dass die Kenntnis der klimatischen Ver­hältnisse auch bei der Beurteilung der älteren hydrographischen Verhältnisse schwer ins Gewicht fällt. Leider sind aber die die si­chersten Beweise liefernden, so zu sagen als authentische Urkunden geltenden paläobotanischen Untersuchungen hier, wie bei uns im all ­gemeinen überall noch unverhältnismässig vernachlässigt. Bezüg­lich des ganzen Ipoly-Tales ist bloss über die Flora eines einzigen kleinen Horizontes, namentlich des mittleren Unteraquitaniens von Ipolytarnóc einiges bekannt. Die Palmen aufweisende, reiche Flora

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