Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)
Noszky Jenő dr.: Adatok az Ipolyvölgy hidrológiájának ismeretéhez
73 Dr. J. Noszky: Beiträge zur Kenntnis der Hydrologie des Ipoly-Tales Pogányváros und des Medves-Plateaus — deren ehemaliger Zusammenhang keinen Zweifel erleidet — erzeugte die seit levantinischen Zeiten tätige Erosion — auch die 40—50 m mächtigen Basaltlavadecken durchschneidend — mehr als 300 m tiefe Täler. Welche Wirkung konnte sie in dem seit dem Helvetien oden stellenweise einer noch früheren Stufe verstrichenen, 5—6-mal längeren Zeitraum ausüben, während dessen sie im mittleren und oberen Ipoly-Tal ungehindert tätig sein konnte. 2. Die paläogeographische Entwicklung und Paläohydrographie des Ipoly-Tales. Auf Grund positiver Spuren kann der Entwicklungsgang unseres Gebietes erst seit dem neueren Paläozoikum verfolgt werden. Von altpaläozoischen oder gar archaischen Bildungen sind keine erkennbaren Spuren zu finden. Auf Grund des allgemeinen Werdeganges muss man darauf schliessen, dass diese Bildungen, wenn sie auch in einer mit der Umgebung analogen Entwicklung vorhanden waren, längst in jener Geosynklinale versunken sind, in der das Material der für die ältere Erdgeschichte Mitteleuropes bezeichnenden variszischen Gebirgsketten, namentlich die devonischen und karbonischen Bildungen zur Ablagerung gelangten. Das Karbon war unzweifelhaft auch in unserem Gebiet marin. Was seine Verbreitung anbelangt, muss sein Vorhandensein auf Grund einzelner verstreuter Spuren und nach Analogien in userem ganzen Gebiet angenommen werden. Am Ausgang des Karbons und im Perm wurden dann die Schichten der grossen Geosynklinalen allmählich gefaltet und emporgehoben, wodurch der Grossteil des Gebietes zum Festland, ja sogar zum Hochgebirge wurde, eine Tatsache, die auch durch das Fehlen des marinen Perms in der ganzen Umgebung (im Gebiet der Nordwestkarpaten) bewiesen wird. Das hochgehobene Gebirgsland bot dann den abtragenden Prozessen der Erosion und Denudation freie Bahn. Ebendeshalb wurden die abgenutzten Peneplains der Variszischen Gebirge überall gründlich abgetragen, wo sie nicht durch kleinere oder grössere Decken oder durch tiefes Versinken geschützt wurden. Die marinen Ingressionen wurden durch die Trias eröffnet, deren Spuren in den Werfener Schiefern der Gegend von Selmecbánya erhalten blieben, die stellenweise durch die tortonischen Eruptionen