Hidrológiai Közlöny 1933 (13. évfolyam)

Vitális Sándor dr.: Sikondafürdő és környékének hidrogeológiai viszonyai

50 Dr. Sándor Vitális Sikonda die Temperatur auf Grund des geothermischen Gradienten bei der Zunahme der Tiefe um 130 tn nicht gestiegen ist? Die Bohrung von Sikonda ergibt auf Grund der am Ausfluss ge­messenen Temperatur einen geothermischen Gradienten von 16.66 m, auf Grund der in der Tiefe gemessenen Temperatur einen solchen von 14.4 m. Bei der Bohrtherme von Németszék sind die beiden Werte 15, resp. 13 m. Pdlfy (12) konstatierte in 1927 gelegentlich der Bohrung beim Gellértbad auf Grund von genauen Messungen und Beobachtungen, dass die Temperatur der empordringenden Therme zwischen 71—142 m von 38.8° C um 0.6—0.8° C abnahm, wogegen sie auf Grund des geothermischen Gradienten von Buda um 4—5° C hätte zunehmen müssen. Den Grund hierfür schrieb Pdlfy in der von der thermalen Bruchlinie abgerückten Bohrung der abkühlenden Wirkung des Karstwassers zu. Auch die Bohrung von Sikonda ist von der thermalen Bruchlinie abgerückt und somit muss man auch in diesem Fall auf die abküh­lende Wirkung des Karstwassers denken. Bei der annähernd aus der gleichen Tiefe heraufbrechenden Therme von Németszék kann man im Gensatz zum 35°-igen Wasser eine Temperaturzunahme von 2° C feststellten, die sich daraus erklären lässt, dass diese Bohrung - wie aus den tektonischen Verhältnissen ersichtlich — tatsächlich näher zu einer tektonischen Linie niedergeteuft wurde. Nach den obigen Ausführungen können wir nunmehr feststellen, dass die Wässer von Sikonda und Németszék typische gemischte Thermen sind, in denen sich das aus der Tiefe emporsteigende, warme Wasser mit dem im Kalkstein zirkulierenden Karstwasser mischt. Es besteht somit die berechtigte Hoffnung, dass es gelingen wird, in dieser Gegend eine solche thermale Linie zu finden, die auf ein wesentlich wärmeres Wasser Aussicht bietet. Die Therme von Sikonda wurde von Dr. Kálmán Emszt (11) analysiert, der feststellte, dass dieses Heilwasser in die Gruppe der alkalischen, erdigen, schwach radioaktiven Thermen eingeteilt wer­den kann. Ihr Wert wird dadurch erhöht, dass sie freie Kohlen­säure enthält. Auf Grund dieses Umstandes ist sie in Rumpfungarn der alleinige Repräsentant der Kohlensäurehaltigen Thermen. Die hydrologischen Verhältnisse der Umgebung von Sikonda weiter untersuchend, können wir ausser den beiden Bohrthermen noch die folgenden Wässer anführen:

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