Hidrológiai Közlöny 1933 (13. évfolyam)

Vitális Sándor dr.: Sikondafürdő és környékének hidrogeológiai viszonyai

Die liydrogeologischen Verhältnisse des Bades Sikonda-fürdö 49 von Spalten durchsetzten, verkarsteten Muschelkalk, resp. Dolo­mit längs Bruchlinien oder in deren Nähe hervor. In der Bohrung von Sikonda konstatierte ich das warme Was­ser zuerst in einer Tiefe von 318 m 5 und es brachen nach den Mes­sungen 80 Minutenliter hervor, mit einer Temperatur von 35° C beim Ausfluss. Im weiteren Verlauf der Bohrungsarbeiten beobachtete ich beständig die Zunahme des Wasserertrages mit zunehmender Tiefe und zugleich auch die Temperatur des ausfliessenden Was­sers. Ich erhielt die folgenden Resultate: bei 338 m erhöhte sich die Menge des Wassers auf 150 Minutenliter, bei 375 m auf 1000, bei 400 m auf ca. 1500 6 und bei 415 m auf ca. 2000« 'Minutenliter. Die Temperatur des Wassers bestimmte ich Monate hindurch Tag fiir Tag und fand an der Ausflussstelle beständig 35° C. Im Bohrloch fand der Leiter der Berghauptmannschaft von Pécs: Dr. Imre Nagy von Sas in meiner Gegenwart in 418 m Tiefe eine Temperatur von 38.8° C. Eine zweite Messung wurde von Dr. Kálmán Emszt (11) durchgeführt, der in 415 m ebenfalls 38.8° C konstatierte. Die Tem­peratur des ausfliessenden Wassers wird seit 1929 beständig gemes­sen und blieb unverändert 35° C. In der Bohrung von Németszék meldete sich beim Erreichen des Triaskalkes das warme Wasser sofort u. zw. in einer Menge von 120 Minutenlitern. Seine Temperatur war 37° C. In einer Tiefe von 410 m erhöhte sich der Wasserertrag auf 300 Minutenliter, die Temperatur war beim Ausfluss 37° C, in der Tiefe 41° C. Die obigen Ausführungen zusammenfassend sehen wir, dass die Therme von Sikonda aus sechs Spalten hervorbricht, wobei sich ihr Wasserertrag von 80 auf 2000 Minutenliter erhöhte, ihre Temperatur aber am Ausfluss beständig 35° C blieb, während die Bohrtherme von Németszék aus zwei Spalten kommend, von 120 auf 300 Minutenliter anschwoll und am Ausfluss beständig 37" C aufwies. Aus den obigen Angaben ergibt sich von selbst die Frage, warum in der Bohrung von 5 In der Bohrung von Németszék meldete sich das warme Wasser sofort, als der Triaskalk erreicht wurde. Die Bohrungsarbeit wurde nämlich sofort ein­gestellt und wir warteten, bis das kalte Spülwasser durch die Therme ver­drängt wurde. In der Bohrung von Sikonda arbeiteten wir beim Antreffen des Triaskalkes beständig mit ca. 600 Minutenliter kalten Spülwassers und hielten nur bei 318 im für längere Zeit inne, bei welcher Gelegenheit ich dann das warme Wasser bemerkte. Hieraus ergibt sich von selbst der Gedanke, dass wir auch '•in der Bohrung von Sdkonda die Therme sofort beim Erreichen des Triaskalkes erschlossen, aber aus obigen Gründen erst später bemerkten. « Ih Ermanglung von Messinstrumenten bloss geschätzte Werte. Hidrológiai Közlöny XIII. 4

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