Hidrológiai Közlöny 1932 (12. évfolyam)
Horusitzky Henrik: Budapest Székesfőváros hidrogeológiai viszonyai
52 Horusitzky Henrik Die hydrogeologischen Verhältnisse der Haupt- und Residenzstadt Budapest. von Heinrich Horusitzky. Von den zahlreichen Bohrprofilen, die im Zusammenhang mit der in den Jahren 1917—1919 durchgeführten geologischen Detailaufnahme des Gebietes von Budapest gesammelt wurden, möchte ich wenigstens einige, die mit den Wasserverhältnissen enger zusammenhängen, in diesem Aufsatz anführen und ausserdem auch noch andere hydrologische Fragen berühren. Mein Aufsatz zerfällt in vier Kapiteln. Im I. Kapitel bespreche ich die Bohrungen, welche in jene Schichten abegeteuft wurden, die das meiste artesische Wasser liefern. Die grösste Bedeutung erreicht in dieser Hinsicht die untermediterrane Ablagerung, deren Schichten an mehr als 40 Stellen auf Wasser erfolgreich angebohrt wurden. Die Tiefe der Bohrungen bewegt sich zwischen 93.79—460.98 m. Das Niveau des Wassers sinkt allmählich in dem Masse, als die Wasserspeichernden Schichten immer mehr und mehr in Anspruch genommen werden und die Einsickerungs- und Verdunstungs Verhälltnisse des Einzugsgebiete Veränderungen erleiden. Auch die jüngeren Glieder der obermediterranen Schichtenserie liefern aufsteigendes Wasser. Ob auch aus den sarmatischen Bildungen Wasser erhältlich ist, kann hier nicht sicher entschieden werden. Die sandigen Schichten der pannonisch-pontischen Stufe liefern wieder überall Wasser. Im levantinischen und pleistozänen Schotter bewegt sich nur Grundwasser. (Bodenwasser.) Die ältesten Bohrungen der Hauptstadt wurden 1830 niedergeteuft u. zw. auf der Budaer Seite am Grund Endresz Platz No 5 und auf der Pester Seite am Hof des Orczy-schen Hauses am Károly-^körút. Im II. Kapitel befasse ich mich mit den Quellen, u. zw. hauptsächlich mit den kalten, von denen viele heute schon versiegt sind. Auf der Budaer Seite traten viele Quellen unterhalb des Löss zutage, wo sie an der Oberfläche von wassersperrenden Gesteinen hervorsickerten. Auch auf der Pester Seite wurden viele Quellen durch die Aufschüttung der betreffenden Gebiete verstopft. An kalten Quellen ist die Hauptstadt in allgemeinen sehr arm. Umso grösser ist ihr Reichtum an lauen, warmen, bitteren und anderen Heilquellen, weshalb wir mit Stolz behaupten können, dass Budapest zu den Heilwasser gebiet ersten Ranges gehört. Das III. Kapitel schildert die Verhältnisse des Grundwassers. Als Grundwasser bezeichne ich hier jene in geringen Tiefen, meist unweit der Oberflüche zirkulierenden Wässer — ohne Rücksicht auf das geologische Alter der wasserspeichernden Schichten — die von keiner wasser-