Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

ÜBER DIE THERAPEUTISCHE WIRKUNG DER MINERALQUELLEN VON BUDAPEST 123 Mache per Liter, die des St. Gellértbades 10-26 Mache, die Quellen des Raitzenbades sind auch radioaktiv. Die nördlich gelegenen Quellen hingegen sind weniger radioaktiv. Die artesischen Brunnenwasser enthalten nur wenig Radioemanation. Da die Radioaktivität zweifelsohne ein wertvoller Bes­tandteil eines Heilwassers ist, so müssen wir von diesem Standpunkte aus die südlichen Thermalquellen der Hauptstadt als die wertvolleren betrachten. Was hingegen einen Vorteil der nördlichen Quellen bedeutet, ist dass diese, so wie die beiden artesischen Brunnen einen entschieden stärkeren Schwefel­gehalt führen, als die südlichen radioaktiven. Dies ist am Geruch des Wassers schon vom Weiten bemerkbar, während der Schwefelgehalt der südlichen Quellen nicht allgemein wahrgenommen werden kann. Ihrer chemischen Zusammensetzung nach gehören unsere Thermen zu den kalkig-erdigen mit beträchtlichem Gehalt an Magnesium-hydrocarb., Calc­hydrocarb., etwas Calciumsulfat und sehr wenig Kochsalz. Ihr Gehalt an Kohlen­säure ist minimal. Der Gehalt dieser Thermen an festen Bestandteilen schwankt zwischen 0'68 und 1-71 gr per Liter. Die Krankheiten welche durch die Thermalquellen günstig beeinflusst werden können, sind im allgemeinem zwar ziemlich bekannt, dennoch werden die Indikationen oft zu enge gefasst. Günstig beeinflusst können alle solche Krankheiten werden, bei welchen eine subakute oder chronische Entzündung obwaltet. Gichtiker finden in Thermen Erleichterung, nicht weil das warme Bad die Harnsäurekristalle löst, sondern weil es die von der Harnsäureabla­gerung verursachte sekundäre Entzündung günstig beeinflust. Ferner ist auch das Wesen des Muskelrheumatismus noch nicht befriedigend geklärt, so zeigt doch die jahrhundertalte Erfahrung, dass dies eine jener Krankheiten ist, die von Thermalwasser günstig beeinflusst wird. Hieher gehören natürlich auch die verschiedensten Arten der Arthritiden, bei denen es sich stets um das Aufsaugen eines Exsudates handelt, ebenso Neuritiden und die ihnen nahe stehenden Neuralgien jeder Art, sämtliche chronisch-exsudatische Pro­zesse der Schleimhäute, Sehnen und Muskeln. Es gibt auch Krankheiten, bei welchen lauwarme Thermalbäder nicht so sehr wegen der hyperämisierenden, sondern einfach mechanischen Wirkung des Wassers in Anspruch genommen werden können, so z. B. Versteifungen einzelner Extremitäten nach Apoplexie, Embolie, oder Trauma. Es liegt auf der Hand, dass jedes Heilwasser umsomehr an Wert gewinnt, je intensiver man den von der Natur gebotenen Schatz auszunützen im Stande ist. Wenn wir an der Thermalquelle nicht nur ein einfaches Bade­haus, sondern ein solches Heilbad errichten, dass mit den verschiedensten physikalisch-therapeutischen Einrichtungen ausgerüstet ist (Heissluftbehand­lung, Schlammpackung, Elektrizität, Gymnastik, Massage, Inhalation, Pneu­motherapie), so heben wir damit auch den Wert der Heilquelle selbst. Wir können die balneo-therapeutischen mit den physikalisch-therapeutischen Proze­dure auch vereint vornehmen, wodurch die genannten Krankheiten noch ents­prechender und in verschiedener Richtung behandelt werden können. Ausser-

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