Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

122 J. BENCZÚR wechselkrankheiten erzielt werden, ähnlich wie mit dem Glaubersalzwasser von Marienbad. Das Elisabeth Salzbad im Süden der Hauptstadt Ungarns stellt ein haupt­sächlich für Badekuren eingerichtetes Solbad dar, dessen Originalität eben darin besteht, dass es nicht an Kochsalz, sondern an Bittersalz reich ist. Ein ähnliches Bad befindet sich noch in Württemberg, nämlich Mergentheim. Obzwar das Kochsalz für Badezwecke unangezweifelt erstklassig ist, so stellt das Eli­sabeth Bittersalzwasser zufolge seiner grossen Menge an Salzen (circa 9 Kilo Bitter- und Glaubersalz in einer Wanne) gleichfalls ein ebenbürtiges Heilbade­wasser dar. Es wird hauptsächlich gegen Frauenleiden gebraucht. Die Thermalquellen von Budapest dagegen liefern Kalk- und Magnesium-hältiges heisses Wasser, dessen Heilwirkung zu Badezwecken wahr­scheinlich schon den Römern bekannt war. Jedenfalls waren diese Quellen schon vor den Zeiten der Könige aus dem Hause Árpád vielbenützte Heil­bäder. Sie werden zwar hauptsächlich zum Baden gebraucht, jedoch liefern einige dieser Quellen auch zu Trinkkuren geeignetes Wasser. Zu letzterem Zwecke dient heute hauptsächlich die Hungariaquelle im Bereiche des hauptstädtischen Rudas-(Bruck-)bades, dessen absolut bakterienfreies radio­aktives, Kalk und etwas Lithium, Schwefel und ganz wenig Bittersalz enthal­tendes Wasser sich in den letzten Jahren einen grossen Ruf erworben hat. Es wird nämlich mit gutem Erfolge bei Cytitis, Pylitis und Harnsteinen gegen urathische Diethese angewandt, — und wenn ein grosser Teil des Publikums irrtümlich auch meint, dass das Wasser den Trinkquellen von Karlsbad ent­spräche und es falsch anwendet, so ist dies noch kein Beweis gegen den wirklichen Wert der Quelle. Dieses Wasser, sowie auch das Wasser einer Quelle des St. Lukasbades wird ferner mit Kohlensäure imprägniert auch als angenehmes Tafelwasser benützt. Als Badequellen sind fast alle Thermalquellen der Hauptstadt von ähnlichem Werte. Wissen wir doch, dass sämtliche einem gemeinsamen grossen Reservoir entstammen, und infolge dessen nur insoferne von einander diffe­rieren, als sie sich auf dem Wege von ihrem tiefgelegenen Reservoir bis zur Erdoberfläche mit höheren Schichtwässern mehr oder weniger vermischen (vgl. die einschlägigen geologischen Artikel dieser Zeitschrift). Sowohl die Quellen der nördlichen Gruppe (St. Lukas, Kaiserbad, Königs­bad), als die der südlichen (Raitzenbad, Bruckbad und St. Gellértbad) sind echte Thermalquellen, deren Temperatur zwischen 44-64° C variiert, so dass sie zu Badezwecken theils gekühlt werden müssen. Der 118 m tiefe artesische Brunnen auf der Margarethen Insel liefert ein 44°-iges Wasser, wohingegen der 970 m tiefe „Széchenyi" artesische Brunnen, im Stadtwäldchen sogar 74" aufweist. Die Quellen der südlichen Gruppe am Fusse des Blockberges gelegen, sind im Gellért-, Rudas- und Raitzenbad von bemerkenswerter radio­aktiver Beschaffenheit. So enthalten die Quellen des Rudasbades 1441-25 6

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