Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban
DIE GESCHICHTL. U. WIRTSCH. VERHÄLTNISSE USW. 113 jetzigen St.-Lukasbades, dessen Becken zum Teil von Quellen, anderseits vom sogen. Fischerteich gespeist wurde. 6. Das Cuzozculege, das „Bad der Heiligen", über dessen heissen Wasser die Türken märchenhafte Dinge erzählen, wahrscheinlich in der Nähe der Trinkquelle des heutigen Kaiserbades. 7. Das schönst eingerichtete Bad „ C a p 1 i a ", an Stelle des Dampfbades des jetzigen Kaiserbades. 8. Das Bad „ V e 1 i b e y ", dessen sehr heisses Wasser mittels kalten Quellenwasser abgekühlt wurde, lag ebenfalls am Territorium des Kaiserbades und soll das prunkvollst eingerichtete Haus gewesen sein. Nach der Verdrängung der Türken aus Ungarn, gingen die Bäder zum Teil zu Grunde oder gerieten in Verfall. Der grösste Teil der Bäder gelangte in den Besitz des Staates, dessen Pächter die Instandhaltung der Gebäude gänzlich vernachlässigten. Am Ende des XVIII. und Anfang des XIX. Jahrhunderts wurde der eminente Wert dieser Bäder wieder erkannt; die neuen Besitzer beginnen mit der Renovierung und dem Aufbau der baufälligen Gebäude, wodurch die langsam wieder aufblühenden Heilbäder neuerdings von Tausenden, aus der Ferne herbei strömenden Kranken aufgesucht werden. In den dreissiger Jahren des XIX. Jahrhunderts begann eine grosszügigere Bauperiode. Die Familie SAGITS beginnt an Stelle des primitiven „Sárosfürdő" (heute St.-Gellértbad) mit einem für die damaligen Verhältnisse wirklich grosszügigen Bau eines Hotel und Badehauses. Das Projekt wurde zwar nur zum Teil ausgeführt; trotzdem konnte sich dieses Bad bis 1894 einer grossen Beliebtheit und eines guten Besuches erfreuen, zu welchem Zeitpunkt es, in Zusammenhang mit dem Bau der heutigen FranzJosephsbrücke abgetragen wurde. Das Rudasfürdő (Rudasbad) wurde im Jahre 1703 durch Kaiser Joseph I. der Stadt Ofen geschenkt, die es 1831 neu erbauen liess. Das Császárfürdő (Kaiserbad) kam als Stiftung der Familie MARCZIBÄNYI in die Verwaltung des Ordens der Barmherzigen Brüder, die das Bad, seiner Beliebtheit wegen in den Jahren 1815—1835 fortwährend durch neue Zubauten vergrösserten. In die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts fällt der Neuaufbau des „Rácfürdő" (Raitzenbad). Dr JOHANN HEINRICH erwarb durch Kauf im Jahre 1860 das sozusagen in Trümmern gelegene alte „königliche" Bad und liess an dessen Stelle nach den Plänen des berühmten ungarischen Architekten NICOLAUS YBL eine grosszügige und dazumal wirklich mustergültige Badeanstalt errichten. Ebenfalls in den 60-er Jahren begann eine grosszügige Bautätigkeit auf der St.-Margarethen Insel. Im Auftrage des Erzherzog Joseph beginnt im Jahre 1867, laut den Theorien des Geologen Prof. Dr. JOSEPH SZABÓ , der berühmte ungarische Ingenieur WILHELM ZSIGMONDY nach seinen gut bewährten Voraussetzungen die Tief-Bohrarbeiten des thermalen artesischen Brunnens, mit so glänzendem Erfolg, dass nur ein Bruchteil des entspringenden wertvollen