Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

114 O. V. BÁNLAKY Heilwassers in den Bädern verbraucht werden kann und der Überschuss in Form eines malerisch angelegten Wasserfalles in die Donau stürzt. Nach die­ser erfolgreichen Arbeit errichtete man ebenfalls nach Plänen YBLS den Bau des Heilbades auf der Insel, eines der schönsten in seiner Art; weiterhin erbaute man das Grand Hotel, diverse Villen und andere Gebäude. Dem obigen hervorragenden Resultat zufolge betraute die Hauptstadt Budapest ebenfalls ZSIGMONDY mit den Bohrarbeiten des artesischen Brunnens im Stadtwäldchen. Auch hier hatte die ausdauernde Arbeit von annähernd zehn Jahren einen glänzenden Erfolg, denn aus einer Tiefe von 970 Met. strömt in mächtigem Strahle Thermalwasser von 73'92° C. Tempe­ratur! Die Verwertung geschah einstweilen, — bis zur Errichtung des neuen Széchényibades, — in einem kleinem Badehause im Stadtwäldchen, das sich aber recht bald als zu eng erwies. Am Gelände des heutigen Elisabeth-Salzbades fand man im Jahre 1853 beim Graben eines Brunnens, dass das in einer Tiefe von 3-5 Met. vorgefundene Wasser für den täglichen Trinkwasser-Gebrauch unbenutzbar und auffallend bitter war. Bei einer Untersuchung stellte es sich heraus, dass das Wasser aussergewöhnlich viel mineralische Bestandteile aufweist und eine hervorragende Heilwirkung besitzt. Dieser Entdeckung verdankt das Elisabeth-Salzbad seine Entstehung, mit dessen Bauarbeiten man noch im gleichen Jahr begonnen hat. Später überging die Anlage in den Besitz HEINRICH MATTONIS, der sie mit grossen Opfern bedeutend vergrösserte und mit allem Komfort einrichten Hess. Auf dem Gelände, welches vom Gellértberg, Adlerberg und den Berg­zügen von Budafok begrenzt wird, fand man im Laufe der Zeit eine ganze Reihe der Bitterquellen, deren hervorragende Eigenschaften bald auf der ganzen Welt bekannt wurden und deren Produkte vor dem Weltkriege einen der bedeutendsten Exportartikel Ungarns bildeten. Seit den 80-er Jahren ist in der Entwicklung der Heilbäder ein neuerer Aufschwung zu verzeichnen. Im Jahre 1883 lässt die Hauptstadt das Dampf­bad im Rudasfürdő umbauen, welcher Badeanstalt in 1893 eine gedeckte Schwimmhalle angegliedert wird; im selben Jahre wurde der Monumentalbau des Széchényibades eröffnet. Auf Grund des Gesetzes über die Ent­wicklung der Hauptstadt befasst sich das Munizipium mit der Idee des gross­zügigen Ausbaues des Sárosfürdő nnd Rudasfürdő. Bei einer öffentlichen Konkurrenz wurden betreffs des an Stelle des Sáros-Bad zu erbauenden St.­Gellértbades die Pläne der Architekten : STERK, SEBESTYÉN, HEGEDŰS und bezüglich des Rudas-Bades das Projekt des Architekten Prof. Dr DESIDERIUS HÜLTL preisgekrönt. Der Bau des St.-Gellértbades wurde auch im Sommer im Jahre 1911 begonnen. In den ersten Jahren wurden die Arbeiten durch diverse technische und finanzielle Schwierigkeiten verzögert, so dass der überwiegende Teil der Arbeiten in den schwersten Jahren des Weltkrieges durchzuführen war. Trotz den ungemeinen Schwierigkeiten wurde im Herbst im Jahre 1918 die monumentale Heilanstalt fertig gestellt, in welcher die voll-

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