Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

DIE GEOL. U. GRAPH. DARSTELLUNG USW. 107 des kristallinischen Grundgebirges 81° erreichen dürfte. Hier treten dann die j u v e n i 1 e n A n t e i 1 e unseres sonst der Hauptsache nach phreatischen Tiefen-Grundwassers hin zu (HF, LiF, BaF2, SiFi, H2BO3' H2S, Radium), die dann in den obersten Oxidationszonen die Mineralien Barit, Fluorit und Pyrit hervorgebracht haben. Dieser ganze meso- und palaeozische Formations-Komplex senkt sich dann unter das linke Ufer der Donau bis zu der durch die im ganzen 970 m tiefe artesische Bohrung im Stadtwäldchen im VI. hauptstädtischen Bezirke erwie­senen Tiefe von 917 m. unter der Terrainoberfläche (807 m unter dem Adr. Meere), in welcher Tife der obertriadische Dolomit tatsächlich erreicht wurde. Die über diesem Dolomit befindlichen 917 m. werden von einer imposanteu tertiären (eocän-pliocänen) Beckenausfüllung eingenommen, die das westliche Ausgehende des Alföld-Beckens bildet. In dieser reichen Serie sind die als kontinentale und ufernahen Bildungen bekannten mittel-eocänen Süss-und Brackwasser-Schichten, dann die obereocänen Nummulitenkalke, die unteroligozänen Bryozoen- und Ofner-Mergellager bloss sehr schmächtig (12 m.) vertreten. Um so auffallender sticht dann der bereits als Tiefenablagerung sedimentierte unteroligocäne Kleinzeller Tegel ins Auge, der allein 325 m dieses ganzen Bohrprofiles einnimmt. Ober-oligocäne, miocäne und pliocäne Meeres und Seeablagerungen füllen dann das Becken bis zur diluvialen Decke auf. In dieser tertiären Schichtenreihe erweist sich in hydrologischer Beziehung der Kleizeller Tegel als das wichtigste Glied, dessen mächtiges Lager voll­kommen undurchlässig und zugleich ein schlechter Wärmeleiter ist. Letztere Eigenschaft ist derart praegnant, dass der geothermische Gradient während der Abteufung der Stadtwäldchen Bohrung auf 12 6 m. gesunken ist. Zuzammenfassend also befinden sich auf der rechten Donauseite ein wasseraufnehmendes Gebirge, linksseitig dagegen aber über der abgesunkenen Fortsetzung desselben ein mächtiges impermeables, vollkommen wasserab­schliessendes Tonlager. Wenn wir nun in diesem, allen geologischen Gesichtspunkten ent­sprechenden Profile im Geiste die Tiefwasserzirkulation verfolgen, so kann sich am rechtsseitigen Gebirgsterrain und dessen Untergrund bloss eine abstei­gende, gegen die tiefsten Wasserhorizonte verlangsamte Bewegung ergeben, aus dem Muldentiefsten dagegen, also unter dem linksseitigen Terrain eine durch den hydrostalischen Druck und das leichtere specifische Gewicht bedingte aufsteigende Strömung, die sich unter dem Dache der tertiären Mulde bis an die freiliegenden und zugleich im Terrain tiefst gelegenen Bruchlinien heranschiebt und daselbst die am rechtsseitigen Donauufer sichtbaren Thermen hervorbringt. Ferner sind wir auf Grund der beiden verschiedenen geothermischen Gradienten berechtigt beiderseits der Donau auch die Geoisothermenlinien einzuzeichnen, woraus sich eine für unser Gebiet characteristische Structur der Wärmelinien ergibt. (Profilskizze No 3).

Next

/
Oldalképek
Tartalom