Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

108 FR. SCHAFARZIK Man sieht, dass das in grosser Menge von der Oberfläche eindringende phreatische Wasser nicht in seiner ganzen Menge zur Tiefe absteigen kann, son­dern dass in jedem wasserführenden Horizonte auch eine starke seitwärts gerichtete Strömung des übrigbleibenden Wassers erfolgen muss, das dann unter der Tertiärdecke an den aufsteigenden Heisswasserstrom stösst und mit diesem vereint nun als gemischte Therme zur Oberfläche steigt. Man erkennt sofort, dass die Mischung der tiefsten Heisswasser mit 1/i— 3/i tiefen weniger warmen eine verschiedene sein kann, wodurch dann auch die verschiedene Temperatur der natürlichen buda­pester Thermen erklärlich wird (46 —64°). Ausserhalb des budapester III. Bezirkes (Óbuda-Altofen) zeigen sich bloss die aus dem am wenigsten tiefen Horizont auftretenden starken Quellen des Römerbades (Teiches) (23o) des Árpádbades (23°) und bei Békásmegyer (18°). Im Bereiche des Szt. Lukács-und Császárfürdő Bades endlich haben wir den seltenen Fall des Austrittes von heissen Thermen bis zu 64° und von den obersten Halbthermen mit 27° C. Auf Grund der geothermischen Gradiente von 30° dürfte die Tiefe dieser Halbthermen zwischen 400 und 500 m. gelegen sein, wohingegen die heissen aus grösserer Tiefe aufsteigen. Ein weiterer tektonisch nicht uninterressanter Zug des Budapester Thermal­quellen-Bezirkes ist auch noch der, dass sich die beiden Heissquellengruppen an den bekannten Antiklialen des Set. Gellért Berges und des Josefi Berges anschliessen, ein Umstand, der durch eine hohlkehlenartige Fortsetzung dieser Antiklinalen zur Tiefe und des Auftriebes des Heisswassers in eben diesen Hohlkehlen erklärt werden könnte, wie wir dies in einem Blockdiagramm (Blockdiagrammskizze No 4) zum Ausdruck gebracht haben. B) Artesisch erbohrte Thermen. Auf Grund der vorstehenden Ausführungen ist es klar, dass am linksseitigen Terrain der Hauptstadt sich das Tiefenwasser des Grundgebirges in einem artesisch gespannten Zustande befinden muss. Auf dieser Erkenntnis ist es dann auch dem Ing. WILHELM ZSIOMONDY gelungen im Auftrage weil. ERZH. JOSEF i. J. 1867 die überaus reiche Springtherme von 43.7° auf der St. Margarethen Insel, also mitten in der Donau, mit einer Steigkraft von 9'45 m über den Boden zu erbohren. Eine zweite Tiefbohrung wurde im Auftrage der Hauptstadt, obenfalls von ZSIGMONDY im Stadtwäldchen im VLL. haupt­städtischen Bezirk in einer Tiefe von 970 m unmittelbar aus Dolomit mit einer Temperatur von 73.875° und einer Steigkraft von 13*5 m über dem Terrain (HO m ü. d. M.) erbohrt. Die beiden angeführten artesischen Tiefbohrungen liefern Heilwasser ersten Ranges, von aussergewöhnlichem Ruf u. dem gleichen Character wie die übrigen natürlichen budapester Thermen.

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