Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban
106 FR. SCHAFARZIK Ferner auf demselben Terrain neben und zwischen den heissen Quellen folgende halbtermale (laue) Quellen: Mühlteich u. Quelle des Set. Lukácsbades 27° „ Spaltenquelle im Hofe des Császárfürdő-Bades 27° „ Türkenquelle „ „ „ 28° „ Römerquelle im Szt. Lukácsfürdő Bade 25.8° „ Kristályquelle „ „ „ deren Wasser mit COs mprägniert als Trink und Tafelwasser beliebt ist 27° „ Ferner oberhalb des linksseitigen Stadtanteiles an der linken Seite der Donau, gegenüber der Rákosbach Mündung auf der gewesenen Badeinsel mit Resten römischer Bauten, die dann anlässlich der späteren Stromregulierung weggebaggert wurde, eine natürliche warme Quelle mit 41 die gegenwärtig im Strombette austritt. Die haibthermalen Felsenquellen im III. hauptstädtischen Bezirke in Altofen (Óbuda) (Aquincum) sowie bereits in dem zunächst gelegenen Hotter der Gemeinde Békásmegyer: Quelle auf der Bécsi-út Strasse, beim Zollschranken .... 20° C Quellteich des Römerbades, einstens Trinkquelle des römischen Aquincum 225° „ Quellteich des Árpádbades am Fusse des Csillagberges . . . 22'5° „ Quelle im Békásmegyerer Ried (Bründl) 18" „ Alle diese Quellen, Thermen und Halbthermen entstammen dem aus den angeführten Formationen bestehenden Grundgebirge. In diesem erfüllen sie die porösen oder von Lithoklasen erfüllten Gesteinslager, sowie natürlich auch alle Brüche und offenen Verwerfungen der impermeabeln Zwischenlager. In der Serie dieser Formation wechseln die permeabeln Schichtencomplexe mit impermeabeln ab, so dass das Tiefenwasser zwischen wasserlosen Horizonten auftritt. So z. B. stellt der Ha pt dolomit einen ausgezeichneten Wasserhorizont dar, — der darunter befindliche Füreder Mergel dagegen ist impermeabel, also wasserarm. Weiter darunter ist der Muschelkalk zerklüftet und zugleich ein Wasserreservoir. Die Werfener Schichten sind dann im grossen ganzen wieder wasserarm, der permische Komplex dagegen wasserreich u. s. w. Zwischen den einzelnen Wasserhorizonten wird die Verbindung und Kommunikation durch die stellenweise auftretenden Verwerfungsspalten der impermeabeln Lager vermittelt. Es ergeben sich auf diese Weize mehrere übereinander gelagerte Stufen, die mit Zugrundelegung eines mittleren geothermischen Gradienten von 30 m, ferner der bei der Bohrung des artesischen Brunnens im Stadtwäldchen beobachteten höchsten Bodentemperatur von 81° bis herab zu den kristallinischen Schiefern, etwa bis zu einer Tiefe von 2000 m reichen. Die Temperatur dieser durch die Brüche der impermeabeln Zonen bloss verlangsamt absinkenden Wassermasse ist von Stufe zu Stufe sprungweise immer höher, bis sie an der Basis der Zirkulation in der Nähe