Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

160 DR. EMIL SCHERF An dem Süd-, Ost- und Nordrande der „Limousin" und „Marche" genannten Gebiete, dem westlichen Teil der mittelfranzösischen grossen Hochebene, spielten sich gleichfalls sehr intensive hydrotermale Prozesse ab, welche schon GRUNER als die Ursache der die Hochebene umrandenden Mangan-, Eisen-, Blei- und Zink - Erzvorkommen erkannt und in einer sehr interessanten Arbeit beschrieben hat (79, 78-102). Auch hier lagern sich unterliassische Sandsteine auf das Granit-, Gneiss-, kristalline Schiefer - Massiv, die ebenso wie der Granit selbst die charakteristischen hydrotermalen Veränderungen, als Verkieselungen, Zementierung mit halloysitartigen Substanzen, rote eisenoxydische Färbungen, Barytisierung u. s. w. aufweisen. Im oberen Lias führte die Quellentätigkeit zur Entstehung kristalliner Kalksteine und Dolomite, in der „unteren Oolith" - Formation des mittleren Jura aber wurden durch die Kieselsäure, Eisen und Mangan führenden Quellen auf Hunderte von Kilometern in den Provinzen Indre, Vienne, Charente und Dordogne jaspische Tone gebildet. In der Pro­vinz Dordogne, zwischen Nontron und Thiviers, sind die Spalten des kristallinen Grundge­birges mit Eisen - Mangan - Erzen, Quarz und Baryt erfüllt, welche auch die Basis der auf das Grundgebirge abgelagerten mesozoischen Sedimente, nämlich der Lias - Sandstei­ne, des unteroolithischen Jaspis-Tones imprägnieren. GRUNER (79,99) verweist auf die Ähnlich­keit dieses Vorkommens mit dem Manganerzvorkommen bei Romanéche, deren Grund eben darin liege, dass in beiden Fällen die gleiche hydrotermale Genesis anzunehmen ist. GRUNER (79, 80, 85,) zufolge zeigt sich Halloysit und Nontronit in grossen Massen in dieser Gegend; die Sandsteine sind mit Halloysit - Substanz ganz durchtränkt; (vgl. auch die Mitteillungen von DAUBRÉE 40, 420, 421 und DUFRENOY 58.). Aus der Manganerz­grube Saint - Pardoux - la - Riviére bei Nontron wurde von BERTHIER (12) der Nontronit das erstemal beschrieben. Von Saint - Jean - de - Colle nächst Thiviers stammender Montmorillonit wurde von Salvétat (160, 103.- 106) untersucht; (Mol. - Verhältniss AI2O3 SÍO2 = 1: 3-42). Von Mouges bei Thiviers ist C o n f o 1 e 11 s i t bekannt geworden LACROIX 106, I. 482); von Millac bei Nontron eine andere Varietät des Montmorillonit, die von KENNOCTT (93) seinerzeit D e I a n o v i t benannt wurde, (LACROIX 106,, I. 483). Aus den Gruben von Marcognac bei St. Yrieix (Dep. Haute-Vienne) wo Kaolin gewonnen wird, welches durch Feldspatzersetzung auf Granulit - und Pegmatitgängen entstanden ist wird auch Nontronit erwähnt; (DESCLOIZEAUX 51, 1. 210; LACROIX 106, 1. 490). Von Brives (Dep. Corréze) gibt DUFRENOY (58, 399) halloysitartige eisen­schüssige Tone an (AI2 O3 : SÍO2 = 1 : 2 33); die Quellentätigkeit hat hier übrigens auch zur Bildung von Bleierzvorkommnissen geführt, welche z. B. NW-lich von Brives bei Chab­rignac abgebaut werden. Vom Südsaume des Zentralmassivs kennen wir eine ganze Reihe hydrotermal entstandener Blei-, Zink-, Eisen - Erzvorkommen und Kaolinlagerstätten «), von welchen aber das Auftreten von wasserhältigen Aluminiumsilikaten nur für Bruniquel (Dep. Tarn­et - Garonne) angedeutet wird, wo nach COQUAND (29, 354) sich dem Eisenoxydhydrat : „kieselsaurer und alu 111 iniumoxydischer Ton beimengt, mit ver­schiedener Zusammensetzung." Die Analysen von BERTHIER ergaben in den verschiedenen Tonen für das Verhältniss AI2O3: SÍO2 = T00 : 1-63, 1 00: 1-25, 1 00 : 23"54. Am Westrande der Limousin, nämlich der Gegend von Confolens (Dep. Charente) wurde der Confolensit (BERTHIER 13, 58, vgl. auch LACROIX 106, I. 482) entdeckt, welcher von DAMOUR und SALVÉTAT (37,380) analysiert wurde; (er ist eine M o n t m o r i 1­45) Z. B. Bleizinkerze bei Combecave nächst Figeac (Dep. Lot), ferner im Dep. Aveyron: Bleierze bei Aspriéres, Kaolin und Bleierze bei Cransac, Blei - und Zink - Erze in der Umgebung von Villefranche und Najac. Nächst Veuzac entstand durch Termentätigkeit auch Roteisenerz (COQUAND 29, 337 - 338). Im Dep. Aveyron : kommen bei Mondalazac Eisenerze, bei Creissels Bleierze und im Dep. Lozére : in der Umgebung von Marvejols Bleierze, bei Mende Bleierze und Kaolin, bei Florae Blei - und Kupfer-Erze, bei Meyroues und Vialas Bleierze vor.

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