Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 161 1 o n i t - Varietät mit AI2O3 : Si O2 = 1 : 4 66). Bei Chanteloube in dem Bruche von La Vilate (Dep. Haute - Vienne) kommt nach Mitteilung von DESCLOIZEAUX und SALVÉTAT (160, 112-113) (vgl. auch LACROIX 106, I. 477), der aus zersetzter Feldspatsubstanz eines Pegmatits entstandene Lenzinit vor; (eine Halloysitvarietät mit AI2O3 : SiÜ2= 1: 1-71). Bei Poitiers (Dep. Vienne) wurde anlässlich eines Tunnelbaues die S t e a r g i 11 i t genannte Varietät des Montmorillonits vorgefunden (DESCLOIZEAUX 51,1.205; LACROIX 106, I. 482). Bei Montmorillon (Dep. Vienne) fand sich der nach diesem Ort benannte Montmorillonit nach der Mitteilung von DAMOUR und SALVÉTAT (37, 376) in einem braunen Tone vor; (vgl. auch LACROIX 106, I. 482). Nächst La Trimouille (Dep. Vienne) bildete rosafarbiger Montmorillonit ein 1 111 mächtiges (sekundäres?) Lager in rezentem Schotter; (LACROIX 106, IV. 749). Am Nordrande des Zentralmassivs sind die auf dem kristallinen Grundgebirge liegenden mesozoischen Sedimente den Beschreibungen GRUNERS zufolge (79, 92) auf weite Strecken mit Substanzen hydrotermalen Ursprungs imprägniert, (vgl. auch DAUBRÉE 46, 130). Bei Chaillac und Saint - Benőit - du - Sault (Dep. Indre) z. B. zeigt das Auftreten alumosilikatischen Zementes in der unterliassischen Arkose, die auffallendenrotenEisenoxydfärbungen, welche sich oft bis zu ganzen Roteisenerzlagerstätten anreichern, Verkieselungen und Baryti­sierungen die Wirksamkeit der einstigen Termen an (GRUNER 79,95). Bei La Chätre (Dep. Indre) und Saint - Christoph - le - Chaudry (nächst Saint - Amand - Mont - Rond, (Dep. Cher) besteht das Bindemittel des mit Jaspisadern und Eisen - Mangan - Erzen durch­setzten Sandsteines gleichfalls aus Aluminiumhydrosilikat (GRUNER 79, 92; DUPRE­NOY 60, II. 133). Nächst La Chätre und Beaumerle, bei Chäteaumeillant (Dep. Cher) sind auch Bleierze hydrotermal gebildet worden; (DE LAUNAY <& FUCHS 47, II. 51). In grösserer Entfernung vom Zentralmassiv zeigen sich in den das Terrain bedecken­den tertiären Sedimenten noch immer Spuren der Tätigkeit von Termen. In diesen Sedi­menten vertritt nach den Angaben GRUNERS (79, 101) ein weisser kaolinartiger Ton die Stelle des Hailoysites der Jura - Sedimente, der an manchen Orten zu ganzen Kaolinlagerstätten konzentriert ist, oder aber die losen Sande als kaolinisch -halloysiti­sches Bindemittel zu Sandsteinen verkittet. Solche „Kaolin"- Vorkom­men gibt es dem Nordrande des französischen Zentralmassivs vorgelagert bei Brenne (Dep. Indre) (GRUNER 79, 101), vor der Südostseite des Massivs aber zwischen les Eyzies und Sarlat (Dep. Dordogne). An letzterem Orte zeigen sich in dem fetten „Kaolin" durch­sichtigweisse Adern von Halloysit. FUCHS (47, 1. 625-627) ist der Meinung, dass diese Substanzen die Produkte einer grossartigen Geysirtätigkeit in der postkretazischen Periode sind, zusammen mit jenen als Mühlsteine benützten Hydroquarziten, die nicht nur an den genannten Orten, sondern auch an anderen Stellen (GRUNER 79, 101) der dem Zentralmassiv vorgelagerten tertiären Hügel, besonders entlang der Flüsse Vienne und Creuse, immer in Gesellschaft von Aluminiumhydrosili­kat e n vorkommen. Schliesslich kann ich diese Daten noch damit ergänzen,dass DAUBRÉE (42;44,156) zufolge in den Pyrenäen bei Cauterets (Dep. Hautes - Pyrénées) die aus Granit entspringende Mahoura - Qelle in Quarzgeoden eine talkartige, perimutter - seidenglänzende Sub­stanz noch heute andauernd absetzt, die nach der Analyse von TERREIL hauptsächlich aus Mg, - K, - Na - hältigem Aluminiumhydrosilikat, mit Beimengung von Ca C0 3 und Mg C0 3 besteht. Ebenfalls in den Pyrenäen bei Louhassoa (Dep. Basses - Pyrénées, südlich von Bayonne) kommt nach DAUBRÉE (40, 419) der Halloysit als Depositum einstiger Termen auf Gängen vor. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass an den französischen Fundorten der Halloysit und die ihm verwandten Silikate als Produkte einer Tiefen ­Granitzersetzung auftreten, die durch an Verwerfungen aufgedrungene kohlen-

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