Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 143 zuerst durch normalen Budaer Mergel hindurch, der zwar in den Aufschlüssen neben der Strasse kleine Lagerungsstörungen erkennen lässt, jedoch im allge­meinen den Dolomit des Márton-Berges unter 30" nach 8 h —9 h einfallend bedeckt. Im oberen Teile der Gasse verrät sich das Auftauchen des Dolomit­horstes des Márton-Berges längs einer Verwerfung durch das plötzliche Ansteigen des Geländes. Fast schon auf der Höhe, unmittelbar hinter der Villa Tamás-Gasse Nr. 10, ist der Dolomit neben dem Wege, in einem Wasser­risse, der sich unfern dieser Stelle südwärts umbiegt, in kleinen Reibsandgruben in Form eines weissen bis gelblichen feinen Kristallmehles aufgeschlossen. 3 0) Die Bänke des Budaer Mergels schmiegen sich hier der unregelmässig gestalteten Oberfläche des pulvrigen Dolomites in gestörter Lagerung an. Man kann eigentlich erst weiter oben im Graben, wo die oberen, weniger veränderten Bänke des Mergels zugänglich sind, konstatieren, dass man es wirklich mit Budaer Mergel zu tun hat, denn die im unmittelbaren Hangenden des pulvrigen Dolomites gelagerten unteren Mergelbänke sind bis zur Unkenntlichkeit m e t a m or p h i s i er t. Das gelblich gefärbte Dolomitpulver zeigt in seiner obersten Schicht bis auf 10—20 cm eine Imprägnation mit einer fettig anzufühlenden Substanz, auf die nach oben eine 10—30 cm dicke, weisse, amorphe, wachsopalartige Schichte folgt. Diese weisse Schichte kann man längs des ganzen Aufschlusses überall unmittelbar über dem Dolomit-Mehl verfolgen. SCHAFARZIK (164, 195 nur im ung. Text) hat ihr Material, ein an der Zunge haftendes, mit den Finger­nägeln ritzbares, in dünnen Splittern an den Kanten durchscheinendes typisches Gel, auf Grund einer qualitativen Untersuchung als „M o n t m o r i 1 1 o n i t" bezeichnet. Ich habe diese Substanz einer nur als vorläufig zu betrachten­den, weil nicht vollständigen Analyse unterzogen, bei welcher nur Si O2, Ala O3 -(-Fes Oa, ferner das über und unter 103°C entweichende HaO bestimmt wurden. Diese Analyse gestattet eine genügend sichere Orientierung über das Molekularverhältniss Ala Oa : Si Oa, weil Fea Oa nur sehr wenig, Mn O über­haupt nicht vorhanden ist. Auf Grund des Ergebnisses dieser vorläufigen Analyse, (siehe S. 153 Tabelle IV., Kolonne IV —V.) lässt sich sagen, das die Bezeichnung Mont­morillonit auf diese Substanz nicht passt. Wenn sie sich bei eingehender Untersuchung überhaupt als homogen erweisen sollte, wäre sie wegen des Molekularverhältnisses 3 1) Ab Oa : Si Oa : Hs O = 1'84 : 1 00 : 2*12 als „Halloysit" zu bezeichnen. 3 2) 3 0) Auf der Karte 1: 25.000 kommt der Aufschluss etwa unter das letzte „1" des Wortes „Villa Holl" zu liegen; auf der Karte 1 : 75.000 liegt er nördlich vom Buchstaben „M" des Wortes „Mártonhegy" in der Südseite des über der Fahrstrasse auf den Márton­Berg eingezeichneten Grabens. 3 1) H2O über 103° C entweichendes Wasser; (durch Glühen bestimmt). 3 2) In neuerer Zeit ist eine lebhafte Debatte entbrannt, ob diese typischen Gel­Minerale überhaupt nach fixen stöchionietrischen Verhältnissen konstituirte komplexe Alumosilikate seien, wie dies z. B. von THUGUTT (205, 206), GANS (67, 68, 69), SCHNEIDERHÖHN (171, 189, 223) und Anderen behauptet wird, oder ob sie als gemengte Gele des Aluminium-

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