Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

142 DR. EMIL SCHERF Farbennuancen der eisenoxydischen Färbungen an den Gesteinen unseres Gebirges, während es mit der Verwit­terungshypothese kaum zu erklären wäre, warum der Eisengehalt eines Gesteines an räumlich benachbarten Orten in der Natur sich in verschiedener Weise oxydieren sollte, wo ja doch die Verwitterungsfaktoren regional die Gleichen sind und in unseren Breiten überhaupt nur zu einem wasserreicheren stabilen Endprodukt, dem Limonit führen. Das einmal entwässerte Eisenoxydgel nimmt gemäss den übereinstim­menden Daten von RUFF, VAN BEMMELEN und den übrigen Forschern nur sehr schwer wieder Wasser auf. Die angeführten geologischen Beispiele von Muzsaly etc. zeigen, dass diese Hydratisierung zu Limonit selbst während nach geologischem Masstab zu messenden Zeiträumen nicht eintritt. 2 8) Es hat also keine Schwierigkeiten, die besprochenen Rotfärbungen als „fossil" zu betrachten. Eine Hydratisierung des roten Gels erfolgt umso schwerer, bei je höherer Temperatur es entwässert wurde. Es dürfte kein blosser Zufall sein, dass längs der heutigen Termallinie am Fusse des Gellért­(Blocks-) Berges Rotfärbungen gegenüber den gelb-braunen stark zurücktreten und dass auch auf der Höhe des Márton-Berges der oberpannonische Sand­stein durch die Termalwässer mehr braun als rot gefärbt wurde; (vgl, Schafarzik 164, 194, nur im ungarischen Text). Vielleicht war die Temperatur unserer Termen bereits im Pannonikum so stark gesunken, dass das gebildete Eisenoxydgel bei seiner Entstehung nicht mehr so weitgehend entwässert wurde, dass es in der seither verflossenen Zeit nicht wieder durch die Atmosphärilien limonitisiert werden hätte können. 2 1') Damit im Einklang finden wir umgekehrt die roten Färbungen dort dominie­ren. wo wir nach dem Gesagten die heissesten Wasseraufbrüche annehmen dürfen, wie z. B. in der Gegend von Piliscsaba-Militärlager. * * * In anderer Weise als die Karbonatgesteine sind die Gesteine unseres Gebir­ges mit höherem silikatischen Anteile, in erster Reihe der Budaer (Ofner-) Mergel durch die einstigen Termalwässer metamorphisiert worden. Die Metamorphose des Budaer Mergels lässt sich am besten an einem Aufschluss des Márton-Berges studieren, dessen Kenntniss ich der Freund­lichkeit Herrn Prof. SCHAFARZIKS verdanke. Er hat in einer neueren Arbeit (164, 194—195 ungarisch, im deutschen Text nicht erwähnt), die Spuren ein­stiger Termentätigkeit an dieser Lokalität nur kurz erwähnt. Wenn man die Tamás-Gasse im I. Bezirk aufwärts wandert, kommt man 28) Nach RUFF (157, 3428 Anmerkung) hat übrigens das rote Eisenoxydgel so starkes Färbevermögen, dass dadurch selbst ein beträchtlicher Limonitgehalt verdeckt werden kann. -•') SCHAFARZIK selbst führt die Limonitisierung des Sandsteines auf Zersetzung darin enthalten gewesenen, hydrotermal entstandenen Pyrites zurück.

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