Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 137 entfernt wird. Als HAMPE Z. B. aus Eisenchloridlösung mit Ammoniak gefälltes Eisenhydroxyd in einer mit Wasserdampf gesättigten Atmosphäre erhitzte, musste er bereits bis 100" C gehen, um ein wasserarmes, violett getöntes braunes Gel zu erzielen. Der Wassergehalt eines kolloiden Eisenoxydes in Gelform ist bei jeder Temperatur mit dem Wasserdampfdruck der Umgebung im Gleichgewicht, was von VAN BEMMELEN und KLOBBIE (213, 214, 215) in vielen Versuchen gezeigt wurde. Beim Altern der Gele verändert sich ihre Struktur, so dass auch das Gleichgewicht in der Richtung verschoben wird, dass der adsorptive Wassergehalt sinkt. Nichtsdestoweniger fand VAN BEMMELEN in einem Gel, welches 16 Jahre lang in Zimmerluft von normaler Sättigung an Wasserdampf bei gewöhnlicher Temperatur trocknen konnte, noch immer 1-5—1'4 Mol. Wassergehalt auf 1 Mol. Fe> 0;i und dieser Wassergehalt konnte erst durch nachfolgendes Erhitzen auf 100" C bis auf 0"5 Mol. gedrückt werden. In den Tropen ist es infolge der mit Trockenheit einhergehenden höheren Temperatur, sowie infolge des Salzgehaltes der die Gesteine durchdringenden Bergfeuchtigkeit möglich, dass sich wasserarme rote Eisenoxydkolloide auch bei gewöhnlicher Temperatur bilden, (vgl. z. B. die Arbeiten von WALTHER [219, 220], KATZER [92, 178]), in unseren Breiten jedoch ist es ausserordentlich unwahrscheinlich, dass z. B. der Fe CO^-Gehalt der Dolomite sich in so eigenartiger Weise oxydieren sollte. Wir finden auch stets, dass in unserem Gebirge die Pyrit-Zersetzung infolge Verwitterung zu Limonit und niemals zu roten Eisenoxydkolloiden führt. Dagegen wird das Gel des Eisenhydroxydes selbst unter Wasser bei höherer Temperatur verhältnissmässig leicht entwässert, wofür ich ausser den bereits mitgeteilten Versuchen von PÉAN DE SAINT - GILLES, DAVIES und SPRING noch die neueren experimentellen Daten von DOELTER anführen kann. Er gibt an, dass aus Eisenhydroxyd, welches einige Tage am Wasserbade erhitzt wird, schwarzer Goethit (Fea Oä. H-> O) kristallisiert; seinem Mitarbeiter MARINKOVIC gelang es sogar, durch langes Erhitzen den Wasserverlust bis zur Bildung von Hämatit zu steigern." 2 6) Wenn sich die fraglichen roten Eisenoxyde infolge gewöhnlicher atmosphä2") SCHNEIDERHÖHN gibt in seinen letzterschienenen Arbeiten auf Grund der Forschungen amerikanischer Gelehrter an, dass das Adsorptionswasser einhaltende rote Eisenoxydkolloid (Turjit) sich nur oberhalb 120' C (173, 65) oder 130" C (172, 325) bilde; zur Entstehung kristallinischen Hämatits sei eine Temperatur von über 200" C, vielleicht sogar über 300° C notwendig. Zur Ergänzung führe ich noch an, dass QUIRING (148; 149, 163) in seinen Arbeiten über die hydrotermale Entstehung des auf den Sideritgängen des Siegerlandes in Nassau vorkommenden Hämatits noch folgende Umsetzungen für wahrscheinlich hält: 1. Fällung des Fe CI 3 - Gehaltes des 80° — 200° C heissen Termalwassers durch Fe C0 3 als Fe 2 0 3 nach folgender Gleichung: 2 Fe CI 3+3 Fe CO,=Fe ä 0 3+3 Fe Cl 3 + 3 CO,; 2. oxydierende Wirkung freien Oxygens gemäss: 2 Fe C0 3 -f- O = Fe s 0 3 -f- 2 COä ; das freie Oxygen soll von der Einwirkung aus dem Magma herstammenden kleinen Mengen freien Chlors auf das Wasser, sowie auf die Silikate herrühren.