Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

138 DR. EMIL SCHERF rilischer Verwitterung bilden würden, wäre es auch nicht verständlich, warum sie nicht nur an der Oberfläche der Gesteine unseres Gebirges, sondern ebenso häufig in dem durch Steinbruchbetriebe frisch eröffnetem Inneren der Gesteinsmassen anzutreffen sind. Ferner verdient der Umstand Beachtung, dass die Gesteine unseres Gebirges sehr oft die Rötung nur in ziemlich scharf begrenzten Gebieten und Partien zeigen. Ein ins Auge springendes Beispiel bietet dafür z. B. die Berggruppe zwischen Pilisvörösvár und Piliscsabatábor, wo die Dolomitberge, wie ich schon eingangs erwähnte, ausserordentlich starke hydrotermale Umbildung, Umkristallisation zeigen. Während in der Gegend des Eisenbahntunnels am Vöröshegy (Roter-Berg) das lockere kristallinische Dolomitpulver durch beigemengtes rotes Eisenoxydgel intensiv rot gefärbt ist, bestehen ostwärts der Strázsahegy (Wacht-Berg) und die sich ihm gegen Norden zu anreihenden konischen Hügel aus losem Dolonüt-Kristallsand von auffallend reinem Weiss. Diese scharfe räumliche Trennung, die auch an vielen anderen Orten des Gebirges zu beobachten ist, lässt sich wohl kaum anders erklären, als dass das Eisen der roten Eisenverbindungen nicht aus dem Gesteine stammt, sondern aus der Tiefe und dass die lokalisiert aufgestiegenen Eisensalzlösungen unter dem Einflüsse des überhitzten Wassers und der Lösungsgenossen wasserarme Eisenoxyde absetzten. Die im östlichen Teile des Hidegküter Beckens am „Vörös Ködonib" (Roter Steinriegel) zu beobachtenden Erscheinungen geben einigen Aufschluss darüber, welcher Art die Termen gewesen sein mögen, welche diese lokale Eisenschüssigkeit der Gesteine hervorbrachten. An dem genannten Orte zerfällt der Hárshegyer- (Lindenberger-) Sandstein ganz lokal zu lockerem Grus. Harnische im Sandstein tun kund, dass sich hier Gebirgsbewegungen abspielten. Wahrscheinlich dürften die in den Dislokationsspalten emporgedrungenen Termen Alkalikarbonat enthalten haben, welches den Kieselsäurezement dieses Sandsteines auflöste, so dass er zerfällt. Es ist nun sehr auffallend, dass gerade an jenen Stellen auch eine Anreicherung des roten Eisenoxydes zu beobachten ist, wo der Zerfall am ausgeprägtesten ist. Es ist naheliegend, daran zu denken, dass das Eisenhydroxyd durch das warme Na 2 C0 3-häItige Wasser ausgefällt und infolge der hohen Temperatur der Termen, sowie ihres Salzgehaltes entwässert wurde. NNW von Hidegkút trifft man längs der den Horst des Szarvas­(Hirschen-) (oder Kalvarien-) Berges im Westen begrenzenden Bruchlinie vollständig zu losem Kristallpulver umkristallisierten Dolomit an. Es existiert dort ein grosser Reibsandbruch, von welchem westwärts, bei Cőte 292 m, eine kleinere Reibsandgrube angelegt wurde. An letzterem Orte nahm ich die Photographie Fig. 2. auf. Der diagonale, am Bild dunkle Gang ist in Wirklichkeit ziegelrot gefärbt; in ihm sind stellenweise weisse Dolomitstückchen sichtbar. Beiderseitig wird er

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