Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

110 DR. K M IL SCHERF allen bis heute im Budaer Gebirge arbeitenden Geologen, so auch von ANTON KOCH (98), FRANZ SCHAFARZIK (161, 162) und EMERICH T IMKÓ (207) unverändert übernommen. : i) * * * Schon die angeführte Betrachtung NENDTVICH'S über die Oxydations­möglichkeit des Ferrokarbonats beweist, dass die „Verwitterungs"-Teorie der Dolomitsandbildung den chemischen Tatsachen nicht gerecht zu werden ver­mag. Im Folgenden will ich zeigen, dass diese Erscheinung in einer den geologischen und chemischen Beobachtungen weit besser entsprechenden Weise erklärt werden kann. Schon NENDTVICH'S Analysen beweisen, dass sowohl in den zerbröckelnden und den zerstäubenden, als auch in den festen Dolomitvarietäten das Verhältnis CaCO:i : MgCO:i 1 : 1 besteht, sogar in jenen Dolomiten, die den hohen SiOa-Gehalt aufweisen. Es ergibt sich also die merkwürdige Tatsache, dass sowohl der intakte, als auch der sogenannte „verwitterte" Dolomit die gleiche Zusammensetzung hat, wenn man nur die Karbonate betrachtet, was dem Begriff der „Verwitterung" ganz und gar widerspricht. Als ich mich mit diesen Fragen zu beschäftigen anfing und die konse­quente Verkettung der Dolomitsandbildung mit den Spuren einstiger Termal­queilenausbrüche beobachtet hatte, war ich zunächst der Meinung, dass die Entstehung der Pulver darauf zurückzuführen sein werde, dass in den dichten, festen Dolomiten kleine präformierte Dolomitkriställchen mit einem leichter löslichen, eventuell kalkreicheren Zement verkittet sind, der zwar nicht durch atmosphärilische, sondern durch Termal-Wässer gelöst wurde, so dass die schwerer löslichen Dolomitkriställchen zurückblieben 4). NEMINAR (133), RENARD (152, 18) und andere Forscher erklärten auf diese Weise die Entstehung der die Zellen der dolomitischen sogenannten Zellenkalke ausfüllenden „D o 1 o m i t­a sc hen" („centi res dolom itiques"); als Lösungsmittel nehmen sie dabei die kohlensäurehältigen Bodenwässer an. BECKENKAMP (9) nimmt für die Bildung der Zellenkalke in der Umgebung Wiirzburgs gleichfalls die umkristallisierende Wirkung von kohlensäurereichen Bodenwässern an ; es sei aber bemerkt, dass diese Zellenkalke in ihren Eigenschaften gar nichts ähn­3) Mit Befriedigung muss ich dagegen konstatieren, dass Hr. DR. A. VENDL die von mir hier ausgeführten lind in meinem mündlichen Vortrage 1'j22 zuerst ausgesprochenen Ansichten über hydrotermalen Ursprung des Dolomitzerfalls, der Rotfärbungen, der Maler­erden u. s. w. in einer 1923 erschienenen Abhandlung (216) gänzlich adoptiert hat. Mit Rücksicht auf den Titel der Arbeit Dr. VENDL'S, („Bericht über die geologische Aufnahme im Sommer 1919"), muss ich erwähnen, dass ich bei vorliegender Arbeit weder mündliche noch schriftliche Mitteilungen von ihm benützen konnte, da solche bis zum Erscheinen der erwähnter Arbeit, Ende 1923, nicht erfolgten. 4) Die natürlichen Dolomitsande des Budaer Gebirges erweisen sich unter dem Mikroskop als ein Haufwerk von winzigen scharfkantigen, gar nicht korrodierten Rhomboé­derchen Mein Kollege JOSEF SZEMIÁN hat gelegentlich Untersuchungen anderer Art solche Sande geschlämmt und gefunden.dass die Hauptfraktion in die Grössenklasse von O'Ol mm fällt.

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