Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPOHSE IM BUDA-P 1LISER GEBIRGE 117 liches mit unseren losen Dolomit- und Kalksteinpulvern haben. (Die von NEMINAR (133) studierten sogenannten „Edelsande," die an der Baden-Vöslauer Termalquellenbruchlinie bei Wien auftreten, könnten dagegen sehr wohl hydro­termaler Entstehung sein. Leider hatte ich bis jetzt noch keine Gelegenheit diese Frage zu untersuchen.) Auf Grund der Daten NENDTVICH'S, sowie eigenen, an natürlichen Dolomitsanden der Umgebung von Budapest, sowie daneben befindlichen, noch festen Zusammenhang zeigenden Dolomiten ausgeführten Vergleichs­analysen 5) bin ich aber zu der Überzeugung gelangt, dass die Erscheinung des pulverförmigen Zerfalls bei unseren Karbonatgestei­nen einfach als eine ohne besondere Veränderung der chemischen Zusammensetzung eingetretene Unikristallisation angesprochen werden muss. Über die Frage nun, was für Faktoren diese Umkristallisierung bewirkt haben, geben meine Beobachtungen im Gelände Auskunft. Mit der Teorie der „atmosphärilischen Verwitterung" kann man auf keine Weise die Tatsache erklären, dass ein chemisch identisches Gestein an räumlich benachbarten Lokalitäten ein gänzlich verschiedenes Verhalten zeigt, an dem einen Orte zerfällt, am anderen dagegen aber intakt bleibt. Die gesammelten Beobachtungen führten mich nun tatsächlich zur Erkenntnis, dass der sandige Zerfall unserer Dolomite gar­nichts mit atmosphärischer Verwitterung zu tun hat, sondern dass dieser Zerfall im Budaer Gebirge und seiner weiteren Umgebung ausschliesslich an die Bruchlinien gebunden ist, welche das Gebirge in der bekannten Weise schachbrettartig zersägen und zwar in der Weise, dass längs der Bruchlinien nicht unbedingt die Erscheinung des Zerfalls auftritt, wohl aber dagegen umgekehrt, wo D o 1 o m i t s a n d konstatiert wird, unbedingt auch eine Bruch­linie verläuft"). Wo an den Bruchlinien und besonders der Schaarungen dieser, der sandige Zerfall zu beobachten ist, treten fast immer auch solche Mineralien auf, die auf hydrotermale Vorgänge hindeuten. An solchen Punkten fand ich die bereits von S CHRÉTER (174) erwähnten Hydroquarzite, Baryte, verkieselte Limonite, Aragonit, weiters die von SCHAFARZIK zum erstenmale als Absätze unserer einstigen Heissquellen angeführten Pyrite (z. T. Markasite), ferner solche Minerale, auf deren hydrotermale Entstehung im Budaer Gebirge in vorliegender Arbeit zum erstenmale hingewiesen wird, nämlich die roten, wasserarmen r>) Verfasser hat die Absicht die Analysendaten seinerzeit zusammengefasst in einer zweiten Mitteilung zu bringen. 6) Wie erwähnt, steht auch nach J. SZABÓ der feste, dichte Dolomit „auf de m höchsten Teil des Gebirges", also auf der Höhe der Horste an, während auch nach ihm „in den Niederungen", also längs der Brüche, der Grus und Sand zu finden ist.

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