Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 109 2. zerbröckelnder Dolomit: welcher scheinbar aus zusammen­hängender Masse besteht, jedoch durch Schlag in kleine, scharfkantige Stück­chen zerfällt. Es kommen darin auch widerstandsfähigere Partien vor, die dann durch die Erosion herauspräpariert werden und bizarre Felsgruppen formieren ; 3. Dolomitgrus: aus winzigen schneeweissen Kristallkörnchen beste­hend, manchmal ganze Berge bildend. NENDTVICH erwähnt (134, 114), dass als Ursache dieser „Verwitterung" des Dolomits der Eisenoxydulkarbonatgehalt angesehen wurde, der anlässlich seiner Oxydation den Zusammenhang des Gesteins zerstören soll, er setzt aber sofort hinzu, dass nicht nur der zerbröckelnde Dolomit, sondern auch die festesten Dolomitvarietäten unseres Gebirges einen Eisenoxydulgehalt zeigen, ohne im geringsten zum Zerfall zu neigen, ja dass die beträchtliche Mengen Ferrokarbonat enthaltenden Braunspate überhaupt nicht leicht an der Luft verwittern. NENDTVICH schliesst hieraus, dass der Grund der „Verwitterung": „...eher im Muttergestein zu suchen ist, aus dem der Dolo­mit entstand, in dessen Qualität und in den Umständen, unter welchen dieses zum Dolomit verändert wurde". 2) In chemischer Beziehung konstatiert NENDTVICH, dass sämtliche Varie­täten des Budaer Dolomites : Normal-Dolomite sind, in denen also das Verhältnis: CaCOa: MgCO;i =1:1 ist. Die pulverförmigen Dolomite stellten sich als die reinsten heraus, während die härteren Dolomite eine grössere, manchmal bis 50% ansteigende Menge SiO^ enthielten. KARL HOFMANN hat in seiner klassischen geologischen Beschreibung des Budaer Gebirges auch die Erscheinungsformen des Dolomits genau beschrieben. Wie J. S ZABÓ hält auch er die Entstehung der Dolomitsande für eine Folge atmosphärilischer Verwitterung, welche HOFMANN zufolge dort einsetzen soll, wo: „...derDolomit infolge stärkererZerklüftung, stärkerer Einwirkung der Atmosphärilien unterlag". HOFMANN, diesem scharfsichtigen Beobachter sind auch die lebhaften, durch Eisenverbindungen verursachten Farben nicht entgangen, die der Dolomit stellenweise zeigt. Er zählt schneeweisse, bläulichweisse, gelbliche oder rötliche Dolomitvarietäten auf; „...letztere (die rote) Farbe zeigt besonders der Dolomit von Budaörs; (Kalvarienberg, Csiker-Berg); diese Färbung wird durch geringe Mengen Eisenoxyd verursacht, welches sich an manchen Orten in Öffnungen und Spalten anreichert und dann dem Gesteine eine ziemlich lebhaft rote Färbung verleiht". Die von J. S ZABÓ ausgesprochene Ansicht über die atmosphärilische Verwitterung als Ursache des Zerstäubens des Dolomites, wurde dann von 2) NENDTVICH fasste nämlich den Budaer Hauptdolomit als durch nachträgliche Dolomitisation von Kalkgestein entstanden auf.

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